Büropakete: Libreoffice auf Windows 64-Bit portiert
Der Entwickler Tor Lillqvist beschreibt in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) ausführlich, wie er die freie Bürosuite Libreoffice auf die 64-Bit-Plattform von Windows portiert hat. Die meisten Schwierigkeiten hatte er mit der C++-UNO-Brücke, die eine Schnittstelle zwischen der Hochsprache C++ und den Universal Network Objects (UNO), der Schnittstelle zu Libreoffice ist.
Für das Kompilieren verwendete Lillqvist Microsofts Visual C++ 2008 allerdings mit der 64-Bit-Toolchain. In dem eigentlichen Code musste Lillqvist beispielsweise berücksichtigen, dass unter Windows 64-Bit der Integer-Typ long weiterhin 32 Bit Länge hat. Zudem sei die Codebasis von Libreoffice alt und es fehle eine konsistente Verwendung von optimalen Integer-Variablen.
Für die komplette Portierung will Lillqvist noch die fehlenden Java- und Mozilla-Komponenten nachreichen. Zudem sei die C++-UNO noch nicht vollständig fertig. Außerdem fehlt noch ein Installer. Schließlich will Lillqvist dann noch sicherstellen, dass "das Monster auch wirklich läuft."
Gleichzeitig hegt Lillqvist Zweifel an seinem Vorhaben, schreibt er. Die 32-Bit-Version von Libreoffice reiche für den Normalanwender völlig aus. Er könne sich nicht vorstellen, dass jemand gigabytegroße Dokumente in Libreoffice bearbeiten wolle. Zudem tauche unter Windows die Problematik nicht auf, ein System komplett ohne die 32-Bit-Umgebung zu verwenden, denn bislang liefere Windows immer Bibliotheken für beide Plattformen aus.
Interessierte finden den Quellcode in Kürze im Hauptzweig der Libreoffice-Repositories. Er steht unter der MPL 1.1, GPLv3+ und der LGPLv3+.
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