Gegen den Internet Explorer: Baidu entwickelt eigenen Browser
Die Suchmaschine Baidu, Marktführer in China, entwickelt einen eigenen Browser. Derzeit testet das Unternehmen die Software intern, berichtet das US-Magazin PC World(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf eingeweihte Quellen. Ein Starttermin ist noch nicht bekannt.
Baidu wirbt mit Sicherheit
Der Browser, der sich noch in einem frühen Betastadium befindet, hat eine chineische Nutzeroberfläche und soll auf verschiedenen Windows -Systemen laufen. Baidu wirbt damit, verschiedene Sicherheitsmechanismen in die Software zu integrieren, um die Nutzer vor Schadsoftware zu schützen. Der Browser wird zudem mit der sogenannten Box-Computing-Technik verschränkt. Die ermöglicht es Nutzern, über Baidus Suchmaschine auch Programme oder Webanwendungen zu starten.
Baidus Ziel ist, die eigene Marktposition zu verbessern sowie die Vorherrschaft von Microsofts Browser Internet Explorer zu beenden. Der hat in China derzeit einen Marktanteil von über 80 Prozent. Daneben werden noch einige inländische Produkte genutzt. Im Westen bekannte Produkte wie Opera , Firefox oder Chrome spielen in China kaum eine Rolle.
Browser für chinesischen Markt
Der Internet Explorer ist in China so verbreitet, weil er zum Betriebssystem Windows dazugehört. Baidu hofft jedoch, Microsoft mit einem auf die inländische Nutzerschaft zugeschnittenen Browser Marktanteile abzunehmen.
Baidu will die Software später auf der Startseite anbieten. Baidu ist mit über 75 Prozent Marktführer in China. Nach Googles Rückzug aus China vor einem Jahr konnte das Unternehmen seine Position weiter verbessern . Ein neuer Konkurrent ist vor kurzem auf den Plan getreten: Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua und China Mobile, Chinas größter Mobilfunkanbieter, haben im Februar 2011 die gemeinsame Suchmaschine Panguso gestartet .
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