Abo
  • IT-Karriere:

Nanotechnologie

Flash-Alternative mit mechanischem Schalter

Südkoreanische und britische Forscher schlagen eine neue Art vor, digitale Daten dauerhaft zu speichern. Sie kombinieren dabei Mikromechanik und Halbleiter, was schneller schalten und sparsamer sein soll.

Artikel veröffentlicht am ,

Statt mit elektrischen Ladungen wie bei Flash-Speichern sollen Daten bald auch in Geräten von vergleichbarer Größe mittels Mechanik gespeichert werden. Das schlägt ein Team aus britischen und südkoreanischen Wissenschaftlern in einem offen einsehbaren Artikel von Nature Communications vor.

Stellenmarkt
  1. itsc GmbH, Essen, Hamburg oder Hannover
  2. JOB AG Industrial Service GmbH, Anklam (Home-Office)

Die Forscher haben dazu einen Speicher mit Nanotechnologie konstruiert, der entfernt an ein Relais erinnert. Der Zustand der Speicherzelle wird aber nicht durch die Position des Schalters allein definiert. Vielmehr steuert der aus Metall gefertigte Hebel ein Floating Gate, das auf ein Nanoröhrchen aus Carbon wirkt. Source und Drain eines herkömmlichen Feldeffekttransistors werden durch dieses Röhrchen verbunden.

Der Hebel, wie der Schalter eines Relais, stellt elektrisch die Verbindung zwischen einer Elektrode und dem Floating Gate her. Das geschieht auf die gleiche Weise für das Beschreiben wie das Löschen des Speichers. Die Schaltgeschwindigkeit wird dabei vom Hebel, nicht der Elektronik definiert. Nach Angaben der Forscher soll sie etwa zehnmal höher als bei Flash-Bausteinen sein.

Auch die Leistungsaufnahme soll deutlich geringer als bei bisheriger Technik sein, weil der Hebel elektrostatisch gesteuert wird - ganz wie bei einer vorgespannten Feder. Eine kleine Spannung von rund 100 Millivolt muss also, wenn der Speicher beschrieben oder gelöscht werden soll, immer anliegen. Für diese Vorgänge selbst ist aber kaum noch Energie nötig. Ohne Strom bleiben die Inhalte, wie bei Flash-Speichern, erhalten.

Der halbmechanische Flash-Speicher ist nicht nur eine theoretische Überlegung. Die Wissenschaftler haben ihre Konstruktion bereits auf Siliziumwafern hergestellt. Das Konzept könnte sich also auch mit den Methoden der Halbleiterfertigung in Serie produzieren lassen. Wann das so weit sein könnte, darüber wagen die Forscher wie bei solchen Arbeiten üblich, noch keine Prognose.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 149,90€
  2. (u. a. Tales of Vesperia: Definitive Edition für 21,99€, Tropico 5: Complete Collection für 6...
  3. (u. a. Hitman 2 - Gold Edition, The Elder Scrolls V: Skyrim - Special Edition, Battlefield 1)
  4. (u. a. Grimm - die komplette Serie, Atomic Blonde, Die Mumie, Jurassic World)

12345678 29. Mär 2011

Über die Speicherdichte wurde ja auch nichts gesagt. Kriegt man wie bei MLC-SSDs 600 GB...


Folgen Sie uns
       


Backup per Band angesehen

Das Rattern des Roboterarms und Rauschen der Klimaanlage: Golem.de hat sich Bandlaufwerke in Aktion beim Geoforschungszentrum Potsdam angeschaut. Das Ziel: zu erfahren, was die 60 Jahre alte Technik noch immer sinnvoll macht.

Backup per Band angesehen Video aufrufen
Minecraft Dungeons angespielt: Fehlt nur noch ein Klötzchen-Diablo in der Tiefe
Minecraft Dungeons angespielt
Fehlt nur noch ein Klötzchen-Diablo in der Tiefe

E3 2019 Von der Steuerung bis zu den Schatzkisten: Minecraft Dungeons hat uns beim Anspielen bis auf die Klötzchengrafik verblüffend stark an Diablo erinnert - und könnte gerade deshalb teuflisch spaßig werden!

  1. Augmented Reality Minecraft Earth erlaubt Klötzchenbauen in aller Welt
  2. Microsoft Augmented-Reality-Minecraft kommt zum zehnten Jubiläum
  3. Jubiläum ohne Notch Microsoft feiert Minecraft ohne Markus Persson

Wolfenstein Youngblood angespielt: Warum wurden diese dämlichen Mädchen nicht aufgehalten!?
Wolfenstein Youngblood angespielt
"Warum wurden diese dämlichen Mädchen nicht aufgehalten!?"

E3 2019 Der erste Kill ist der schwerste: In Wolfenstein Youngblood kämpfen die beiden Töchter von B.J. Blazkowicz gegen Nazis. Golem.de hat sich mit Jess und Soph durch einen Zeppelin über dem belagerten Paris gekämpft.
Von Peter Steinlechner


    5G-Auktion: Warum der Preis der 5G-Frequenzen so hoch war
    5G-Auktion
    Warum der Preis der 5G-Frequenzen so hoch war

    Dass die Frequenzen für den 5G-Mobilfunk teuer wurden, lasten Telekom, Vodafone und Telefónica dem Newcomer United Internet an. Doch dies ist laut dem Netzplaner Kai Seim nicht so gewesen.
    Eine Analyse von Achim Sawall

    1. Funklöcher Hohe Bußgelder gegen säumige Mobilfunknetzbetreiber
    2. Bundesnetzagentur 5G-Frequenzauktion erreicht 6,5 Milliarden Euro
    3. 5G-Auktion Etablierte wollen Preis für 1&1 Drillisch hochtreiben

      •  /