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Künstler: Michael Mandiberg / Foto: See-ming Lee
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Sprachwandel, nicht Sprachverrohung

Und gelebt hat beispielsweise das Lol reichlich. Wer virtuell "lollt", sitzt bekanntlich eher selten laut lachend vor dem Bildschirm. Die Leistung des Begriffs besteht vielmehr darin, dass es uns zusätzliche Ausdrucksmöglichkeiten gibt. Und darin ist es erstaunlich vielseitig. Es erlaubt, sowohl allgemeine Heiterkeit zu vermitteln (lol!), als auch Verwunderung (lol?) oder Ironie (lol ey....). Und es dient in virtuellen Unterhaltungen gleichzeitig als sogenannte Interjektion, ähnlich einem "hm" oder "ok".

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Die Komplexität des Wortes wurde auch vom OED anerkannt. Initialwörter - Worte also, die wie laughing out loud aus ihren Initialen zusammengesetzt sind wie Lol und OMG seien mehr als bloße Abkürzungen. Sie würden vielmehr "mit der Absicht verwendet, eine zwanglose, geschwätzige Ausdrucksweise zu signalisieren und möglicherweise auch unbedachten Enthusiasmus oder Übertreibung zu parodieren", heißt es in der offiziellen Erklärung.

Im Netz hat es der Ausdruck längst zu eigenen Meme gebracht, das heißt zu eigenständigen populären Begriffen oder Konzepten, den Lol-cats und der Lol-speak. In den deutschen Duden hat er es auch schon gebracht, zumindest ins Abkürzungsverzeichnis.

Doch damit nicht genug; Lol hat sich längst von Foren, Chatrooms und Kurznachrichten emanzipiert. Für manche mag es befremdlich wirken, aber der Begriff findet gerade bei Jüngeren inzwischen den Weg in Gespräche, meistens ironisierend. Für Einige ist Lol gar Ausdruck einer Gefühlsregung, die sich nur noch umständlich mit anderen Worten beschreiben lässt.

Laut sprachwissenschaftlicher Studien nimmt der Gebrauch von Lol in Textnachrichten mit dem Alter ab. Doch die steigende Popularität des Ausdrucks könnte in einigen Jahrzehnten dazu führen, dass er ebenso allgemein gebräuchlich sein wird wie beispielsweise "cool". Auch dieses Wort musste in seiner jetzigen Form erst von allen Gesellschaftsschichten akzeptiert werden. Und auch dieses Wort war kein Zeichen sprachlicher Verrohung, sondern normalen Sprachwandels. Und eben den will das Oxford-Wörterbuch dokumentieren, einmal darin aufgenommene Begriffe werden nicht mehr daraus gelöscht.

In diesem Sinne, liebe Traditionalisten: Lol? I <3 it. [von Eike Kühl / Zeit Online]

 Netzsprache: Lol-Speak wird offizielles Englisch

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IrgendeinNutzer 30. Mär 2011

Was für ein Vorwurf den Leuten von golem.de das klauen von Texten zu unterstellen, also...

IrgendeinNutzer 30. Mär 2011

Laughing my ass off ^^

IrgendeinNutzer 30. Mär 2011

Oje ^^

Hotohori 30. Mär 2011

Ja, aber es ist nicht deutsch und wird auch erst seit den letzten Jahren vermehrt auch...

Hotohori 30. Mär 2011

Gute Frage, mit WTF geht es mir wie OMG, ich lese da automatisch das wofür es steht und...



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