Virtualisierung: Xen 4.1 läuft auf mehr als 255 Kernen
Xen 4.1(öffnet im neuen Fenster) soll in großen Rechnerfarmen besser skalierbar sein. Dazu haben die Entwickler mit Intels x2Apic-Architektur(öffnet im neuen Fenster) die Unterstützung für mehr als 255 Kerne implementiert. Darüber hinaus können CPUs zu sogenannten Pools zusammengefasst werden, die wiederum mit jeweils einem eigenen Scheduler ausgestattet und gesteuert werden können. Zudem wurde der Credit-1-Scheduler verbessert und soll als Credit-2-Scheduler vor allem für niedrigere Latenzzeiten sorgen, etwa in Umgebungen mit hoher Audio- und Netzwerknutzlast und zahlreichen CPUs.
Mit XL stellen die Xen-Entwickler eine neue Werkzeugsammlung für Xen bereit, die das bisherige XM/Xend ersetzt. XL basiert auf der Libxenligth-Bibliothek und soll ein einfaches, aber robustes API zur Verfügung stellen. Trotzdem soll XL nicht nur kompatibel zu bisherigen XM-Konfigurationen sein, sondern auch die gleiche Funktionalität bieten. XM/Xend wird in Version 4.1 weiterhin unterstützt, allerdings rät das Xen-Team dazu, möglichst bald auf XL zu migrieren. Zwei Projekte sind bereits damit beschäftigt, die Bibliotheken Xapi und Libvirt auf Libxenlight(öffnet im neuen Fenster) zu portieren.
Um die Verwendung von TLBs (Translation Lookaside Buffer) effizienter zu gestalten, haben die Entwickler die Unterstützung für Intels EPT (Extended Page Tables) und VT-d (I/O MMU virtualization) auf jeweils 1 GByte beziehungsweise 2 MByte große Speicherseiten angehoben. Zudem können die EPTs der Prozessoren auch von der I/O-Schnittstelle Memory Mapping Unit(öffnet im neuen Fenster) (IOMMU) genutzt werden. Zudem kann Xen die Gleitkommafunktionen in Xsave und Xrestor über die AVX-Instruktionen(öffnet im neuen Fenster) aktueller Intel-CPUs nutzen.
Weitere Details zu der aktuellen Version sowie der Quelltext stehen unter xen.org(öffnet im neuen Fenster) zum Download bereit.
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