• IT-Karriere:
  • Services:

Softwarelizenzen

Ententanz bei Lizenzverstoß

Die Open Source Initiative hat die Aufnahme der Chicken Dance License in ihren Kanon verworfen. Die neue Lizenz für quelloffene Software sieht unter anderem das Aufführen des Ententanzes bei Nichtverbreitung des Quellcodes vor.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Idee geistigen Eigentums möchte Andrew Harris, Autor der Ententanz-Lizenz CDL (Chicken Dance License), ad absurdum führen. Harris wollte die von ihm geschriebene Lizenz von der Open Source Initiative (OSI) als Lizenz für quelloffene Software anerkannt wissen. Die CDL sieht unter anderem vor, dass bei Lizenzverstößen die Schuldigen den Ententanz aufführen müssen. Die Mitglieder der OSI-Mailingliste nahmen den Vorschlag erwartungsgemäß nicht ernst. So wurde Harris gefragt, ob er Dadaist sei oder irgendeine Art von Performancekunst betreibe. Harris selbst meint seinen Vorschlag wohl ernst. Immerhin hat er zwei Jahre an der Lizenz gearbeitet.

Stellenmarkt
  1. Software AG, Darmstadt
  2. Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin

Simon Phipps, der Direktor der OSI, setzte sich mit dem Vorschlag auch nur deshalb auseinander, weil die Mail nicht am 1. April einging. Phipps lehnte die CDL dann aus rein formalen Gründen ab. Die CDL verstoße gegen die Open-Source-Definition, denn Menschen mit Behinderung seien unter Umständen nicht in der Lage, den Ententanz zu tanzen. Auch religiöse Minderheiten, die Enten und Hühner nicht darstellen dürften, verstießen zwangsläufig gegen CDL.

Die CDL ist eine Erweiterung der BSD-Lizenz. Sie sieht das Tanzen des Ententanzes als Alternative zur Bereitstellung des Quellcodes vor. So sollen bei je 1.000 verteilten Einheiten der Software die Entwickler dem Ententanz des Schweizer Komponisten Werner Thomas lauschen. Bei 20.000 verteilten Einheiten der Software soll einer der Entwickler den Ententanz aufführen. Eine detaillierte Tanzanleitung liegt der Lizenz bei. Ein Videomitschnitt der Aufführung soll dann im freien OGG-Theora-Format veröffentlicht werden. Zudem sollen die Entwickler das Wort Plinth (englisch für Säulensockel) nicht öffentlich aussprechen dürfen.

Trotz der Ablehnung wird die Ausarbeitung der CDL zielstrebig auf Github weiterbetrieben, um die OSI doch noch von der Lizenz zu überzeugen. So schlägt Harris als Änderung vor, statt des Wortes "Plinth" das Wort "gazorninplat" zu verbieten, um die Sockelindustrie nicht auszugrenzen. Auf Github bezeichnet sich Harris selbst als "Superthunfischmann" und gibt an, mit der Lizenz "mehr Humor in die Albernheit geistigen Eigentums" bringen zu wollen. Harris wünscht sich, dass der Ententanz bei Lizenzverstößen auch von Gerichten als Strafe verhängt wird. [von Sebastian Grüner]

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 39,99€
  2. 15,00€
  3. 14,99€
  4. 9,49€

whatever 28. Mär 2011

klingt nach jemandem der selbst nicht zu geistiger Leistung fähig ist und diese aus purem...

Der Kaiser! 28. Mär 2011

Die haben Leute die das für sie machen..

Buntux 28. Mär 2011

k.t.

Himmerlarschund... 28. Mär 2011

Ja die Folge war klasse :-D Aber wir kommen vom Thema ab ;-)


Folgen Sie uns
       


Death Stranding - Fazit

Das Actionspiel Death Stranding schickt uns in eine düstere Welt voller Gefahren - und langer Wanderungen. Das aktuelle Werk von Stardesigner Hideo Kojima erscheint für Playstation 4 und Mitte 2020 für Windows-PC.

Death Stranding - Fazit Video aufrufen
Energiewende: Norddeutschland wird H
Energiewende
Norddeutschland wird H

Japan macht es vor, die norddeutschen Bundesländer ziehen nach: Im November haben sie den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft beschlossen. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben. Aber das Ende der Förderung von Windkraft kann das Projekt gefährden.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. Energiewende Brandenburg bekommt ein Wasserstoff-Speicherkraftwerk
  2. Energiewende Dänemark plant künstliche Insel für Wasserstofferzeugung
  3. Energiewende Nordländer bauen gemeinsame Wasserstoffwirtschaft auf

Digitalisierung: Aber das Faxgerät muss bleiben!
Digitalisierung
Aber das Faxgerät muss bleiben!

"Auf digitale Prozesse umstellen" ist leicht gesagt, aber in vielen Firmen ein komplexes Unterfangen. Viele Mitarbeiter und Chefs lieben ihre analogen Arbeitsmethoden und fürchten Veränderungen. Andere wiederum digitalisieren ohne Sinn und Verstand und blasen ihre Prozesse unnötig auf.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. Arbeitswelt SAP-Chef kritisiert fehlende Digitalisierung und Angst
  2. Deutscher Städte- und Gemeindebund "Raus aus der analogen Komfortzone"
  3. Digitalisierungs-Tarifvertrag Regelungen für Erreichbarkeit, Homeoffice und KI kommen

Europäische Netzpolitik: Die Rückkehr des Axel Voss
Europäische Netzpolitik
Die Rückkehr des Axel Voss

Elektronische Beweismittel, Nutzertracking, Terrorinhalte: In der EU stehen in diesem Jahr wichtige netzpolitische Entscheidungen an. Auch Axel Voss will wieder mitmischen. Und wird Ursula von der Leyen mit dem "Digitale-Dienste-Gesetz" wieder zu "Zensursula"?
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Mitgliederentscheid Netzpolitikerin Esken wird SPD-Chefin
  2. Nach schwerer Krankheit FDP-Netzpolitiker Jimmy Schulz gestorben

    •  /