Itanium

HP wirft Oracle kundenfeindliches Verhalten vor

Oracles Ankündigung, seine Softwareentwicklung für Intels Itanium-Plattform einzustellen, sei ein wettbewerbsfeindlicher Schritt, um das schwächelnde Geschäft mit Sun-Servern zu stärken, wettert HP. Oracle kontert und wirft HP vor, seinen Kunden wissentlich Informationen vorzuenthalten.

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Angesichts der stark rückgängigen Verkaufszahlen seiner Sparc-Serverversuche, Oracle-Kunden zum Kauf der eigenen Server zu zwingen, wettert HP in einer offiziellen Stellungnahme gegen Oracle. Das Unternehmen verkündet, Intels Itanium-Prozessor stehe vor dem Aus, weshalb Oracle keine neue Software für die Serverplattform anbieten wolle.

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Das trifft HP als größten Anbieter von Itanium-Servern, auf denen nicht selten Software von Oracle läuft. Und so findet HP deutliche Worte für Oracles Entscheidung.

Intel gibt sich gelassener und betont, dass es für Itanium und HP-UX eine langfristige Roadmap gebe, anhand derer die Plattform über die nächsten zehn Jahre und darüber hinaus weiterentwickelt werde. Es werde parallel an mehreren neuen Itanium-Generationen gearbeitet, so Intel. Der kommende Itanium-Prozessor, Poulson in 32-Nanometer-Technik und mit acht Kernen, liege im Zeitplan, danach soll ein Chip mit Codenamen Kittson folgen.

HP verweist seinerseits auf diese langfristige Roadmap, wirft Oracle aber zugleich kundenschädigendes Verhalten vor: "Wir sind schockiert, dass Oracle Unternehmen und Regierungen einem Risiko aussetzt, das sie hunderte Millionen US-Dollar in verlorener Produktivität kosten kann, nur um schamlos und mit unfairen Mitteln den Wettbewerb zu behindern", heißt es in HPs Stellungnahme.

HP sieht in Oracles Entscheidung eine Reaktion auf sinkende Marktanteile im Unix-Bereich, wo sich HP seit der Übernahme von Sun durch Oracle auf den zweiten Platz geschoben habe - vor Oracle beziehungsweise Sun.

Diesen Vorwurf will Oracle nicht auf sich sitzen lassen. Der Vorwurf, Oracle setze Unternehmen und Regierungen teuren Risiken aus, sei falsch, das Gegenteil sei wahr. Es sei Oracles Pflicht, seine Kunden frühzeitig über solche Entscheidungen zu informieren, damit diese ihr Geschäft darauf ausrichten könnten. HP wisse, dass sich Intel auf seine x86-Plattform konzentriere und plane, die Itanium-Prozessoren durch x86-Chips zu ersetzen und halte diese Information wissentlich zurück. Mit der Übernahme von Sun hat Oracle auch das Geschäft mit Sparc-Prozessoren übernommen, die in Konkurrenz zu Intels Serverchips stehen.

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