Cybermobbing

iSharegossip kommt voraussichtlich auf den Index

Sollte der Betreiber von iSharegossip keinen Einspruch erheben, wird die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien die Lästerseite diese Woche auf den Index setzen. Dadurch wird die Suche nach der Seite, auf der Nutzer anonym über andere herziehen, erschwert.

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Cybermobbing: iSharegossip kommt voraussichtlich auf den Index

Nach mehreren Zwischenfällen wird die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) die Website iSharegossip voraussichtlich auf den Index setzen. Das Familienministerium hatte die Prüfstelle angerufen. Die Indizierung könnte bereits am 24. März 2011 in Kraft treten, berichtet die Tageszeitung Berliner Morgenpost.

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ISharegossip bezeichnet sich selbst als Website, auf der Nutzer "100 Prozent anonym an deiner Schule, Universität oder Arbeitsplatz lästern" können. Auf der Seite lassen sich Nutzer auf höchst unappetitliche Weise über ihre Mitmenschen aus. Den Betreffzeilen nach zu urteilen, sind es vor allem Schüler, die das Angebot nutzen. Sie ventilieren alle möglichen Drohungen und Beleidigungen, vor allem sexueller Art. In Berlin wurde eine Schule wegen einer Amokdrohung auf der Seite zeitweise geschlossen. Der Betreiber, das lettische Unternehmen Jufax Intertainment, will über Werbung auf der Seite Geld verdienen.

Der Antrag auf Indizierung der Lästerseite stammt vom Familienministerium. In einem solchen Fall bewertet die Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten (KJM) eine Website und beantragt bei der BPjM die Indizierung.

Einschreiben nach Schweden

Diesen Antrag hat die KJM am 2. März gestellt. Die BPjM versuchte, Jufax darüber per Einschreiben an eine Adresse in Schweden, wo der Server steht, zu informieren. Jufax selbst war laut BPjM nicht auffindbar. Darin hat die Prüfstelle dem Betreiber eine Frist gesetzt, um sich zu der drohenden Indizierung zu äußern. Diese endet am morgigen Donnerstag.

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Sie erwarte nicht, von Jufax zu hören, sagte BPjM-Chefin Elke Monnsen-Engberding. In diesem Fall kommt das Angebot auf den Index. Das bedeutet, die in Deutschland aktiven Suchmaschinen streichen das Angebot aus ihren Katalogen. Es wird also nicht mehr als Suchergebnis angezeigt. Außerdem kommt iSharegossip auf die Liste von Filterprogrammen und ist also von Rechnern, auf denen solche Programme laufen, nicht mehr erreichbar. Das sind vor allem Schulcomputer. Die Seite selbst ist jedoch weiterhin erreichbar.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Die Behörden beschäftigen sich seit Anfang des Jahres mit dem Webangebot: Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt seit Ende Januar. Ihr liegen Anzeigen unter anderem wegen Beleidigung, übler Nachrede und Volksverhetzung vor. Sie richten sich zum Teil gegen die Nutzer, die dort beleidigende Nachrichten hinterlassen, zum Teil auch gegen den Betreiber.

Am vergangenen Samstag kam es in Berlin zu einer Eskalation: Ein 17-Jähriger wollte eine Gruppe von Schülern zur Rede stellen, weil diese auf der Seite seine Freundin beleidigt hatten. Statt eine Beilegung des Streits zu erreichen, wurde der Schüler von der etwa 20-köpfigen Gruppe krankenhausreif geschlagen.

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Tobias Claren 21. Mai 2011

Da verdient kaum einer aktuell Geld. Auch wenn ich es denen wünsche. Der Mietserver beim...

Tobias Claren 21. Mai 2011

Lästern ist gesund: http://www.bild-der-wissenschaft.de/bdw/bdwlive/heftarchiv/index2.php...

Tobias Claren 25. Mär 2011

Ich würde ja aus reinem Ablehnen solcher Maßnahmen Werbung für die machen. Am besten gro...

Tobias Claren 25. Mär 2011

Oder Google.at, evtl. Google.ch. Da sind die Ergebnisse evtl. passender (mehr Deutsche...



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