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Amazon Appstore: Mit 3.800 Android-Apps gestartet (Update)

Der Amazon Appstore ist mit 3.800 Android-Apps und kostenlosem Angry Birds Rio gestartet. Vorübergehend war der Downloadshop zwar auch aus den USA nicht mehr erreichbar, mit einer Klage seitens Apple muss das jedoch nichts zu tun haben.
/ Christian Klaß
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Angry Birds Rio
Angry Birds Rio

Der US-amerikanische Amazon Appstore ist kurz nach seinem Start wieder offline(öffnet im neuen Fenster) gegangen. Eine Geo-IP-Sperre für den Zugriff auf www.amazon.com/appstore(öffnet im neuen Fenster) soll es nicht geben, allerdings wird beim Kaufvorgang wohl der Wohnort überprüft. Warum der Appstore auch aus den USA nicht erreichbar ist, erklärt Amazon.com(öffnet im neuen Fenster) weder im offiziellen Twitterfeed(öffnet im neuen Fenster) noch im Developer-Blog(öffnet im neuen Fenster) . Das könnte mit technischen Problemen oder mit einem frühzeitigen Start zu tun haben - geplant war der Start aber für den heutigen 22. März 2011.

Amazons Installationsanleitung für den Appstore for Android
Amazons Installationsanleitung für den Appstore for Android (01:18)

Der über die Webseite und eine Android-App(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung gestellte Amazon Appstore soll sich deutlich von Googles Android Market(öffnet im neuen Fenster) abheben und bringt auch Funktionen, die Apples iTunes App Store(öffnet im neuen Fenster) gut stehen würden. Apple klagt auch bereits(öffnet im neuen Fenster) gegen die Bezeichnung Amazon Appstore, da er Apples Markenrechte verletze - dem Hersteller ist die namentliche Nähe zum iTunes App Store zu groß. Microsoft geht bereits gegen Apples Markenansprüche auf App Store vor. Apple hält Microsofts Einwände allerdings für nicht ausreichend .

Der Name ist auch nicht das, was den Amazon Appstore auszeichnen soll. Amazon will mit einer Qualitätssicherung punkten und jeden Tag eine sonst kostenpflichtige Android-App kostenlos anbieten - und auch dann sollen die Entwickler laut All Things Digital(öffnet im neuen Fenster) noch am Download verdienen. Generell nimmt Amazon eine Verkaufsprovision von 30 Prozent, im Falle der kostenlosen App des Tages entfällt sie und es gibt Geld durch Amazon.

Um Apps bekanntzumachen, bietet Amazon zudem individuelle Kaufvorschläge für Nutzer - nicht nur anhand von bereits gekauften Android-Anwendungen, sondern auch anhand von sonstigen Käufen auf Amazon.com. Apple bietet Ähnliches mit seinen Genius-Empfehlungen. Anders als Apple ermöglicht es Amazon den Kunden, Apps vor dem Kauf für etwa 30 Minuten im Browser ihres Computers auszuprobieren. Die entsprechende Funktion nennt sich "Test Drive". Googles kürzlich überarbeiteter Androd Market bietet hingegen nur noch die Möglichkeit Apps bis zu 15 Minuten nach Kauf zurückzugeben.

Angry Birds Rio - Angespielt
Angry Birds Rio - Angespielt (03:23)

Bei Entwicklern(öffnet im neuen Fenster) soll Amazons Appstore bereits gut ankommen. Zum Start gibt es rund 3.800 Apps von vielen bekannten Entwicklerstudios und Publishern, darunter auch Spiele, etwa von Gameloft. Das ist zwar deutlich weniger als im Android Market und im iTunes App Store, wo es hunderttausende von Apps gibt. Allerdings ist es auch eine Chance, mehr aufzufallen. Amazon verspricht Endkunden zudem, dass die Apps ähnlich wie bei Apple streng überprüft werden - und lockt zur Einführung mit einer vorerst exklusiven und kostenlosen Version vom neuen Spiel Angry Birds Rio .

Nachtrag vom 22. März 2011, 14:35 Uhr:

Der Amazon Appstore(öffnet im neuen Fenster) ist nun wieder erreichbar, auch aus Deutschland. Nach der Installation des Appstores kann dieser zwar durchstöbert werden, allerdings funktionierte der Download aus Deutschland bei einem kurzen Test nicht - mit dem Hinweis "The Amazon Appstore for Android is not yet available in your region." Das schlägt sich bereits in schlechten App-Rezensionen etwa bei Rio wieder.


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