Linus Torvalds

Keine Urheberrechtsverletzungen durch Android

Linux-Erfinder Linus Torvalds hält die unter anderem von Florian Müller und Edward Naughton aufgebrachten Spekulationen darüber, dass Android die Urheberrechte von Linux-Autoren verletzt, für komplett falsch.

Artikel veröffentlicht am ,

"Das scheint komplett falsch zu sein. Wir haben immer deutlich gemacht, dass das Interface für Kernel-System-Aufrufe in keiner Weise zu abgeleiteter Arbeit im Sinne der GPL führt und dass die Kernel-Details über die Kernel-Header ebenfalls an alle normalen glibc-Schnittstellen exportiert werden", antwortete Linus Torvalds auf eine Anfrage von Brian Proffitt bezüglich der Spekulationen über eine Urheberrechtsverletzung durch Android.

Die Kernel Header definierten die Schnittstellen für den User Space, und die Linux-Entwickler versuchten aktiv sicherzustellen, dass diese Header von User-Space-Programmen genutzt werden könnten.

Im Kern geht es um die Frage, wann eine Software als abgeleitete Arbeit von Linux zu verstehen ist, da dann die GPL greift und die Software wie der Linux-Kernel der GPL unterliegt. Torvalds macht dabei deutlich, dass es nicht im Sinne der Linux-Entwickler ist, dass normale Linux-Applikationen als abgeleitete Arbeiten aufgefasst werden, wenn sie mit dem Kernel über die dafür vorgesehenen Schnittstellen kommunizieren.

Müller und Naughton argumentieren, Google habe Teile der Header kopiert und in Android verwendet, ohne dabei auf die GPL zu verweisen.

Torvalds räumt ein, dass er sich noch nicht genau angesehen hat, was Google macht, geht aber fest davon aus, dass Google nichts anderes im Sinn hat als die glibc.

Torvalds vermutet, dass es denjenigen, die die Spekulation aufgebracht haben, nur um Aufmerksamkeit geht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Custom Keyboard
Youtuber baut riesige Tastatur für 13.500 Euro

Die Switches haben das 64-fache Volumen und das Gehäuse ist menschenhoch: Ein Youtuber baut eine absurd große Tastatur für absurd viel Geld.

Custom Keyboard: Youtuber baut riesige Tastatur für 13.500 Euro
Artikel
  1. Super Nintendo: Fan bringt verbessertes Zelda 3 für Windows, MacOS und Linux
    Super Nintendo
    Fan bringt verbessertes Zelda 3 für Windows, MacOS und Linux

    Aus 80.000 Zeilen C-Code besteht die per Reverse Engineering generierte Version von Zelda 3. Die bringt einige Verbesserungen und 16:9.

  2. Twitter: Der blaue Haken bringt Musk nur wenig Geld
    Twitter
    Der blaue Haken bringt Musk nur wenig Geld

    Weltweit hat Twitter angeblich schon einige Hunderttausend zahlende Nutzer. Das dürfte die Finanzprobleme aber nur wenig mildern.

  3. Linux: Alte Computer zu neuem Leben erwecken
    Linux
    Alte Computer zu neuem Leben erwecken

    Computer sind schon nach wenigen Jahren Nutzungsdauer veraltet. Doch mit den schlanken Linux-Distributionen AntiX-Linux, Q4OS oder Simply Linux erleben ältere PC-Systeme einen zweiten Frühling.
    Von Erik Bärwaldt

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • DAMN-Deals: AMD CPUs zu Tiefstpreisen (u. a. R7 5800X3D 324€)• MindStar: Zotac RTX 4070 Ti 949€, XFX RX 6800 519€ • WSV-Finale bei MediaMarkt (u. a. Samsung 980 Pro 2 TB Heatsink 199,99€) • RAM im Preisrutsch • Powercolor RX 7900 XTX 1.195€ • PCGH Cyber Week nur noch kurze Zeit [Werbung]
    •  /