Linus Torvalds: Keine Urheberrechtsverletzungen durch Android
"Das scheint komplett falsch zu sein. Wir haben immer deutlich gemacht, dass das Interface für Kernel-System-Aufrufe in keiner Weise zu abgeleiteter Arbeit im Sinne der GPL führt und dass die Kernel-Details über die Kernel-Header ebenfalls an alle normalen glibc-Schnittstellen exportiert werden" , antwortete Linus Torvalds(öffnet im neuen Fenster) auf eine Anfrage von Brian Proffitt bezüglich der Spekulationen über eine Urheberrechtsverletzung durch Android.
Die Kernel Header definierten die Schnittstellen für den User Space, und die Linux-Entwickler versuchten aktiv sicherzustellen, dass diese Header von User-Space-Programmen genutzt werden könnten.
Im Kern geht es um die Frage, wann eine Software als abgeleitete Arbeit von Linux zu verstehen ist, da dann die GPL greift und die Software wie der Linux-Kernel der GPL unterliegt. Torvalds macht dabei deutlich, dass es nicht im Sinne der Linux-Entwickler ist, dass normale Linux-Applikationen als abgeleitete Arbeiten aufgefasst werden, wenn sie mit dem Kernel über die dafür vorgesehenen Schnittstellen kommunizieren.
Müller und Naughton argumentieren, Google habe Teile der Header kopiert und in Android verwendet, ohne dabei auf die GPL zu verweisen.
Torvalds räumt ein, dass er sich noch nicht genau angesehen hat, was Google macht, geht aber fest davon aus, dass Google nichts anderes im Sinn hat als die glibc.
Torvalds vermutet, dass es denjenigen, die die Spekulation aufgebracht haben, nur um Aufmerksamkeit geht.
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