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Mobilfunk: Telekom verkauft US-Tochter an AT&T

Die Deutsche Telekom verkauft ihre amerikanische Mobilfunktochter T-Mobile USA für 39 Milliarden US-Dollar an den Wettbewerber AT&T.
/ Jens Ihlenfeld
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Die Deutsche Telekom verkauft ihre Mobilfunktochter T-Mobile USA für 39 Milliarden US-Dollar(öffnet im neuen Fenster) an den Wettbewerber AT&T. Die Telekom erhält 25 Milliarden US-Dollar in bar, 14 Milliarden US-Dollar über einen Aktientausch. Damit besäßen die Bonner acht Prozent an AT&T, der Nummer zwei auf dem amerikanischen Mobilfunkmarkt. Zudem soll Telekom-Chef René Obermann einen Sitz im Board von AT&T erhalten.

Telekom-Chef René Obermann erläutert den Ausstieg aus dem US-Markt
Telekom-Chef René Obermann erläutert den Ausstieg aus dem US-Markt (01:42)

Der Deal steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der Kartellbehörden. "Das ist der einzige wunde Punkt" , heißt es in Konzernkreisen. Mit dem Verkauf würde sich in den USA die Zahl der Mobilfunkanbieter von vier auf drei reduzieren.

Kommt der Verkauf jedoch zustande, hätte die Telekom ein großes Problem weniger. Der vereinbarte Kaufpreis entspricht 67 Prozent der aktuellen Marktkapitalisierung der Telekom, obwohl die USA nur 21 Prozent zum operativen Gewinn (EBITDA) des Konzerns beitragen. Der Deal wäre einer der größten seit Beginn der Finanzkrise. Beide Konzerne erhoffen sich von dem Zusammenschluss größere Kapazitäten in den Netzen sowie erhebliche Synergien.

Beide Unternehmen benutzen heute schon denselben technischen Standard, GSM. Sie können sich künftig die Investitionen in ein Netz der nächsten Generation, das schnelle Daten für mobiles Internet transportiert, teilen. Die Deutsche Telekom könnte ihre US-Tochter als Folge allerdings nicht mehr in ihrer Bilanz konsolidieren, sondern würde nur noch eine Dividende von AT&T erhalten.

[ Quelle: Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) ]


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