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Rustock: Spam-Botnet mit 1 Million Rechnern ausgeschaltet

Die vor einem Jahr von Microsoft gegründete Digital Crimes Unit hat zusammen mit US-Behörden das unter dem Namen "Rustock" bekannte Botnet mit rund einer Million infizierten Rechnern ausgeschaltet, wie Microsoft mitteilt.
/ Jens Ihlenfeld
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Im Rahmen der "Operation b107" sei mit Rustock nun das zweite große Botnet unter Mithilfe von Microsoft ausgeschaltet worden, teilte das Unternehmen mit. Laut Microsoft hatte Rustock rund eine Million Rechner unter Kontrolle und konnte darüber täglich mehrere Milliarden E-Mails versenden, darunter auch gefälschte Gewinnbenachrichtigungen einer angeblichen Microsoft-Lotterie und Werbung für gefälschte, verschreibungspflichtige Medikamente.

2010 war in der "Operation b49" bereits das Botnet Waledac mit rund 74.000 infizierten Rechnern ausgeschaltet worden.

Der Abschaltung von Rustock gingen monatelange Ermittlungen voraus. Dann wurden gestern in einer konzertierten Aktion die Kontrollserver des Botnets in Rechenzentren von fünf Providern in sieben Städten von den Strafverfolgungsbehörden gleichzeitig beschlagnahmt. So sollte sichergestellt werden, dass die Kontrolle nicht schnell auf eine andere Infrastruktur übertragen werden konnte.

Microsoft hat gegen die unbekannten Betreiber des Botnets eine Klage eingereicht, die sich in erster Linie auf die Verletzung der Marke Microsoft in den Spam-Nachrichten stützt.

Rustock(öffnet im neuen Fenster) habe zu den größten Spam-Bots der Welt gehört und sei zeitweise in der Lage gewesen, mehr als 30 Milliarden Spam-E-Mails zu versenden. Einzelne Rechner hätten 7.500 E-Mails in 45 Minuten versandt, schreibt Microsoft-Anwalt Richard Boscovich(öffnet im neuen Fenster) .


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