Kinderpornografie: Löschen statt Sperren funktioniert laut BKA-Zahlen
Der aktuelle Evaluationsbericht zum Thema "Löschen statt Sperren" gibt für den Januar 2011 erstmals Aufschluss darüber, wie groß der Erfolg beim Löschen nach mehreren Wochen ist, wie es im Blog der Bundespartei Die Linke(öffnet im neuen Fenster) heißt. Bislang wurde in dem Bericht nur ausgewiesen, wie viele Mitteilungen ins Ausland über kinderpornografische Inhalte im Internet nach einer Woche erfolgreich waren. Die Januarzahlen geben auch Aufschluss über die Entwicklung nach zwei, drei und vier Wochen. Der Bericht wird regelmäßig vom Bundeskriminalamt (BKA) auf Erlass des Bundesinnenministeriums erstellt.
Laut den von der Linken veröffentlichen BKA-Zahlen(öffnet im neuen Fenster) wurden in 97 von 143 Fällen im Januar (68 Prozent) die kinderpornografischen Inhalte innerhalb einer Woche gelöscht. Nach zwei Wochen allerdings lag die Quote bereits bei 133 von 143 Fällen, also bei 93 Prozent. Sie stieg nach drei Wochen auf 140 von 143 Fällen (98 Prozent) und nach vier Wochen auf 142 von 143 Fällen und somit auf 99 Prozent.
Die Linke sieht in den Zahlen einen Beleg dafür, dass "das Löschen von Webseiten mit kinderpornografischem Inhalt auch im Ausland möglich ist" . Es müsse daher nun darum gehen, die Anstrengungen bei der internationalen Zusammenarbeit zu verbessern, damit "die Löschungen noch effektiver und schneller erfolgen können" .



