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Erdbeben in Japan: Drohne filmt Atomkraftwerk

Die US-Luftwaffe schickt eine Drohne vom Typ Global Hawk nach Japan. Sie soll Luftaufnahmen von den vom Erdbeben betroffenen Gebieten liefern, vor allem von dem Atomkraftwerk in Fukushima.
/ Werner Pluta
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Global Hawk
Global Hawk

Die US-Luftwaffe entsendet eine ihrer Drohnen vom Typ Global Hawk(öffnet im neuen Fenster) nach Japan. Das unbemannte Flugzeug (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) soll unter anderem das beschädigte Atomkraftwerk in Fukushima aus großer Höhe fotografieren.

Das UAV verfügt über hochauflösende Infrarotkameras, die Bilder von den Reaktoren in Fukushima liefern sollen. Die japanischen Behörden hofften, so Hinweise darauf zu bekommen, was im Inneren der Reaktorgebäude passiert, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo(öffnet im neuen Fenster) . Die Global Hawk ist unbemannt und operiert in großer Höhe - sie kann also gefahrlos über dem Reaktor kreisen.

Die Drohne startet nach Angaben der US-Luftwaffe(öffnet im neuen Fenster) von der Basis auf der Pazifikinsel Guam. Sie wird allerdings nicht nur Bilder von dem Atomkraftwerk in Fukushima aufnehmen, sondern auch von anderen Regionen, die von dem Erdbeben am vergangenen Freitag und dem darauf folgenden Tsunami betroffen waren.

Eine Global Hawk sei hervorragend für die Aufklärung in Katastrophengebieten geeignet, erklärte Gary North, der Kommandeur der US-Luftwaffe im Pazifik. Die US-Luftwaffe hatte bereits nach dem Erdbeben auf Haiti im Jahr 2010 die Global Hawk eingesetzt. Ein UAV dieses Typs kann rund 30 Stunden in der Luft bleiben und hat eine Reichweite von knapp 23.000 Kilometern.


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