• IT-Karriere:
  • Services:

Fahrzeughack

Mit einem trojanischen Musikstück ins Auto

Während Fahrzeughersteller großen Wert auf den Aufprallschutz ihrer Autos legen, vernachlässigen sie offensichtlich die Sicherheit der Fahrzeugelektronik. Wissenschaftler aus den USA haben erneut Wege gefunden, diese zu manipulieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Gehacktes Auto
Gehacktes Auto

US-Forscher haben erneut auf Sicherheitslücken im Auto hingewiesen: Der Gruppe von Wissenschaftlern der Universitäten des US-Bundesstaates Washington in Seattle und der Universität des US-Bundesstaates Kalifornien in San Diego (UCSD) schafften es, aus der Ferne die Kontrolle über diverse Systeme des Fahrzeugs zu übernehmen, berichtet das US-Wissenschaftsmagazin Technology Review.

Zugriff auf Fahrzeugsysteme

Stellenmarkt
  1. Fresenius Medical Care Deutschland GmbH, St. Wendel
  2. über duerenhoff GmbH, Raum Hannover

Die Wissenschaftler um Stefan Savage von der UCSD und Tadayoshi Kohno von der Universität in Seattle verschafften sich auf verschiedenen Wegen Zugang zu den Fahrzeugsystemen. Bedenklich ist, dass sie von außen vollen Zugriff auf die elektronischen Steuersysteme (Electronic Control Unit, ECU) des Autos bekamen. So konnten sie die Zentralverriegelung manipulieren, die Heizung oder die Anzeige auf dem Armaturenbrett. Nicht einmal die Bremsen waren sicher.

Im vergangenen Jahr hatten die Forscher um Savage und Kohno eine solche Möglichkeit vorgestellt. Dazu brauchten sie jedoch noch einen direkten Zugriff auf den Port des Fahrzeugdiagnosesystems (On-Board Diagnostics, OBD-II). Inzwischen kommen sie auch drahtlos in das Auto: Das gelang ihnen über die Bluetooth-Schnittstelle, über die der Fahrer sein Mobiltelefon betätigen kann, ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen.

Mit dem Smartphone ins Auto

Sie konnten sich mit einem Smartphone darüber Zugriff auf die ECUs verschaffen. Das ging mit einem Smartphone, das am System angemeldet war. Die Forscher konnten aber auch ein bis dato unbekanntes Smartphone beim System anmelden. Systeme wie Onstar von General Motors oder das von Microsoft und Ford entwickelte System Sync verfügen über Drahtlosschnittstellen, damit im Fall eines Unfalls beispielsweise automatisch ein Hilferuf abgegeben werden kann.

Ein anderer Weg, das Auto zu hacken, führt über die Unterhaltungselektronik: Die Forscher fügten Schadcode in ein MP3-Musikstück ein und funktionierten dieses so in einen Trojaner um. Das Musikstück brannten sie auf eine CD. Spielten sie die CD im Auto ab, konnten sie die Firmware der Musikanlage des Autos manipulieren und sich darüber Zugriff auf andere Fahrzeugsysteme verschaffen.

Systematische Suche

Das Team um Savage und Kohno erforscht seit zwei Jahren systematisch die Sicherheitslücken in Autos. Die aktuellen Ergebnisse hat es jetzt beim Komitee für elektronische Fahrzeugsteuerung und unbeabsichtigte Beschleunigung der US-Akademie der Wissenschaften vorgestellt.

Auch andere beschäftigen sich mit Schwachstellen bei Autos: So gelang es einer anderen Forschergruppe aus den USA 2010, sich drahtlos über den Sensor des Reifendruckkontrollsystems Zugang zum ECU zu verschaffen. Schweizer Wissenschaftler ersannen Möglichkeiten, Autos mit einem Zugangs- und Startsystem ohne Schlüssel drahtlos zu knacken.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Mobile-Angebote
  1. 304€ (Bestpreis!)
  2. 274,49€ (mit Rabattcode "PFIFFIGER" - Bestpreis!)
  3. 749€ (mit Rabattcode "PERFECTEBAY10" - Bestpreis!)
  4. 328€ (mit Rabattcode "YDENUEDR6CZQWFQM" - Bestpreis!)

Bouncy 17. Mär 2011

Doch, was wohl ein Fehler war Na du zumindest schon Mag aus deiner Sicht so wirken, im...

Lala Satalin... 16. Mär 2011

Es sollte immer eine Möglichkeit geben, die Bordelektronik abzuschalten und eine einfache...

Bouncy 16. Mär 2011

Na schön, schwierig habe ich mit aufwändig einfach mal gleichgesetzt, weil aufwändige...

Bouncy 16. Mär 2011

Unterschiedlich, oft wird es so gehandhabt, dass der Händler bei dem man gekauft hat es...

Charles Marlow 16. Mär 2011

In dem Roman (Teil einer Reihe namens CONTACT-Zyklus) gibt es Menschen, die durch...


Folgen Sie uns
       


Google Pixel 4a - Test

Das Pixel 4a ist Googles neues Mittelklasse-Smartphone: Es kostet 350 Euro und hat unter anderem die gleiche Hauptkamera wie das Pixel 4.

Google Pixel 4a - Test Video aufrufen
The Secret of Monkey Island: Ich bin ein übelriechender, groggurgelnder Pirat!
The Secret of Monkey Island
"Ich bin ein übelriechender, groggurgelnder Pirat!"

Das wunderbare The Secret of Monkey Island feiert seinen 30. Geburtstag. Golem.de hat einen neuen Durchgang gewagt - und wüst geschimpft.
Von Benedikt Plass-Fleßenkämper


    Pinephone im Test: Das etwas pineliche Linux-Phone für Bastler
    Pinephone im Test
    Das etwas pineliche Linux-Phone für Bastler

    Mit dem Pinephone gibt es endlich wieder ein richtiges Linux-Telefon, samt freier Treiber und ohne Android. Das Projekt scheitert aber leider noch an der Realität.
    Ein Test von Sebastian Grüner

    1. Linux Mehr Multi-Touch-Support in Elementary OS 6
    2. Kernel Die Neuerungen im kommenden Linux 5.9
    3. VA-API Firefox bringt Linux-Hardwarebeschleunigung auch für X11

    Vivo X51 im Test: Vivos gelungener Deutschland-Start hat eine Gimbal-Kamera
    Vivo X51 im Test
    Vivos gelungener Deutschland-Start hat eine Gimbal-Kamera

    Das Vivo X51 hat eine gute Kamera mit starker Bildstabilisierung und eine vorbildlich zurückhaltende Android-Oberfläche. Der Startpreis in Deutschland könnte aber eine Herausforderung für den Hersteller sein.
    Ein Test von Tobias Költzsch

    1. Software-Entwicklung Google veröffentlicht Android Studio 4.1
    2. Jetpack Compose Android bekommt neues UI-Framework
    3. Google Android bekommt lokale Sharing-Funktion

      •  /