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Grafikkarte: Nvidia stellt Geforce GTX 550 Ti vor

Nun hat auch Nvidia eine aktuelle DirectX-11-Grafikkarte deutlich unter 150 Euro. Mit nur 192 Rechenwerken ist die GTX 550 Ti jedoch schlechter ausgestattet als die 2010 beliebte GTX 460.
/ Nico Ernst
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Die neue GTX 550 Ti ist das kleinste Modell der Serie GTX 500, die Nvidia mit der im Gegensatz zu den ersten Fermis überzeugenden GTX 580 begann . Das Kürzel GTX, sonst den High-End-Modellen vorbehalten, ist jedoch irreführend. Auch Nvidia selbst positioniert die 550 Ti als Nachfolger der GTS 450 .

Wie diese besitzt auch die 550 Ti nur 192 Rechenwerke, diese sind jedoch bei der mit 512 Einheiten ausgestatteten GTX 580 und anderen Modellen der aktuellen Serie effizienter geworden. So gibt auch Nvidia für die 550 Ti ein 20 Prozent besseres Verhältnis von Performance zu aufgenommener elektrischer Leistung an.

Die nicht mehr mit Namen wie "TDP" oder "Max. board power" bezeichnete Leistungsaufnahme, die Nvidia nur noch "Power" nennt, liegt nach Angaben des Herstellers bei 161 Watt. Dafür reicht auch ein einzelner PCIe-Verbinder mit sechs Polen. Der Wert ist dennoch für eine neue Grafikkarte dieser Preisklasse recht hoch. Wie viel Strom die 550 Ti für 2D-Aufgaben benötigt, verrät Nvidia nicht. Die anderen kleinen Modelle der Serie GTX 500 kamen jedoch auf Werte um 20 Watt, die 550 Ti dürfte noch darunter liegen.

Zusammen mit einem gegenüber der GTS 450 von 128 auf 192 Bit verbreiteten Speicherinterface für 1 GByte GDDR5 und 14 Prozent höheren Takten soll die GTX 550 Ti im Mittel 28 Prozent schneller sein. Das reicht auch für aktuelle DirectX-11-Spiele bei mittleren Auflösungen.

Ab Werk auch über 1 GHz

Nvidia empfiehlt die neue Grafikkarte bei maximalen Detaileinstellungen eines Spiels für bis zu 1.680 x 1.050 Pixel, also 22-Zoll-Monitore. Wer höhere Auflösungen will, soll sich laut Nvidia zwei der Karten als SLI in den Rechner stecken – sinnvoller ist meist gleich eine einzelne schnellere Grafikkarte. Die erzeugt auch ohne Spielen weniger Krach und Leistungsaufnahme.

Den Takt der neuen GPU "GF116" hat Nvidia mit 900 MHz spezifiziert, die Rechenwerke arbeiten wie üblich doppelt so schnell. Der Speicher ist mit 1.026 MHz getaktet. Die teilweise schon angekündigten 550-Ti-Versionen der Grafikkartenhersteller sind häufig deutlich schneller: Asus kommt laut Nvidia auf 1.015 MHz, und 1 GHz soll es von Palit und Zotac geben. Dafür entwickeln diese Unternehmen eigene Kühler, die Karten sind dann etwas teurer als das Referenzdesign.

Dieses sieht bei Nvidia eine Kartenlänge von 21 Zentimetern und eine Breite vor, die zwei Slots belegt. Das liegt auch an den zwei DVI-Ausgängen, die neben einer Mini-HDMI-Buchse und einem großen Lüfterauslass vorhanden sind. Zwei Displays können gleichzeitig betrieben werden.

Eine Preisempfehlung vor dem Marktstart machte Nvidia nicht. Ersten Listungen bei deutschen Hardwareversendern zufolge kostet die GTX 550 Ti zwischen 130 und 160 Euro. Nach unbestätigten Angaben will AMD hier demnächst mit einer Radeon HD 6790 kontern. Das ist nötig, weil die 2010 populäre Radeon HD 5770 im selben Preisrahmen von der 550 Ti knapp geschlagen wird.


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