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Videocodecs: FFmpeg wird zu Libav

Die im Januar beschlossene Abspaltung des FFmpeg-Projekts hat nun einen neuen Namen: Die freie Codecsammlung soll künftig Libav heißen. Die Webseite und der Code sind bereits unter dem neuen Namen erreichbar.
/ Jörg Thoma
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Libav(öffnet im neuen Fenster) soll künftig parallel zu FFmpeg(öffnet im neuen Fenster) entwickelt werden. Die Libav-Entwickler hatten im Januar 2011 entschieden, den Code der Codecbibliothek in ein eigenes Projekt abzuzweigen, nachdem der Streit mit FFmpeg-Hauptentwickler Michael Niedermayer eskaliert war. Niedermayers Unflexibilität war laut Diego Biurrun der Grund für den "Putsch", wie ihn die FFmpeg-Entwickler nennen.

Ein Versuch, das Projekt durch Wahlen erneut(öffnet im neuen Fenster) zu einigen, schlug fehl, als gleichzeitig eine Diskussion über die Verwendung des Logos zu weiterem Streit führte. Die am Putsch beteiligten Entwickler befürchteten, dass Niedermayer seine Position trotz Wahlen nicht aufgeben würde. Später drohten weitere Beteiligte mit Anwälten(öffnet im neuen Fenster) in der Copyright-Frage um das Logo.

Die unvereinbaren Differenzen(öffnet im neuen Fenster) zwischen den beiden Gruppen dürften sich in absehbarer Zeit nicht verbessern. Wie viele Entwickler sich dem jeweiligen Projekt zuwenden, ist noch offen. Es gibt zahlreiche Entwickler, die die Vorwürfe gegen Niedermayer für überzogen halten.


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