Bank of America: Anonymous veröffentlicht interne Dokumente

Die Gruppe Anonymous hat E-Mails der Bank of America veröffentlicht, berichtet die BBC(öffnet im neuen Fenster) . Die Mails stammen aus der Korrespondenz mit einer Tochtergesellschaft, der Balboa-Versicherung. Anonymous hatte die Veröffentlichung am Montagmorgen unter dem Stichwort Black Monday(öffnet im neuen Fenster) auf Twitter angekündigt.
Zwangsversteigerungen
Aus den Dokumenten sollen Unregelmäßigkeiten bei Immobiliengeschäften der Bank hervorgehen. Sie soll Häuser unrechtmäßig zwangsversteigert haben. Verbraucherschützer werfen der Bank seit längerem solche Praktiken vor. Die Bank of America bestreitet das. Die Dokumente seien der Gruppe von einem ehemaligen Angestellten der Bank zugespielt worden, erklärt Anonymous in dem Twitter-Feed Operation Leaks(öffnet im neuen Fenster) .
Die Gruppe hat die Dokumente auf einer eigens eingerichteten Webseite(öffnet im neuen Fenster) bereitgestellt. Diese ist nur eingeschränkt erreichbar. Es seien allerdings verschiedene Spiegelseiten eingerichtet worden, erklärt die Gruppe über Twitter.
Wikileaks wollte auch
Wikileaks -Gründer Julian Assange hatte Ende 2010 eine Veröffentlichung von internen Dokumenten einer US-Großbank angekündigt. Seinerzeit war spekuliert worden, ob es sich dabei um die Bank of America handelt. Bislang hat Wikileaks diese Ankündigung jedoch nicht wahr gemacht.
Anonymous hatte in letzter Zeit mehrfach von sich reden gemacht, zuletzt durch die Veröffentlichung interner Dokumente des US-Sicherheitsunternehmens HBGary , das sich damit gebrüstet hatte, die Gruppe infiltriert zu haben. Bekanntgeworden ist Anonymous durch die Operation Payback , einem Cyberangriff auf diverse Zahlungsdienstleister, die sich nach der Veröffentlichung diplomatischer Depeschen der USA geweigert hatten, weiterhin Zahlungen für Wikileaks abzuwickeln. Zu den Zahlungsdienstleistern gehörte übrigens auch die Bank Of America .



