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GNU Telephony: Sicher Telefonieren per SIP

Das GNU-Projekt kündigt GNU Free Call an. Damit sollen sichere Peer-to-Peer-Verbindungen für VoIP über SIP genutzt werden können – ähnlich einfach wie bei Skype.
/ Sebastian Grüner
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Der Entwickler und Maintainer einiger GNU-Projekte wie beispielsweise Bayonne, David Sugar, kündigt in seinem Blog GNU Free Call an(öffnet im neuen Fenster) . Das Projekt soll genauso universell einsetzbar sein wie Skype – plattformübergreifend und einfach zu benutzen. Ziel ist es allerdings, die Sicherheit im Vergleich zu Skype deutlich zu erhöhen, indem eine direkte Verbindung zwischen zwei Geräten aufgebaut und verschlüsselt wird. Die Implementierung soll im Unterschied zu Skype quelloffen geschehen.

Um die Ziele zu erreichen, soll der bereits existierende SIP-Server GNU SIP Witch erweitert werden, etwa um Peer-to-Peer-Funktionen (P2P). Damit soll schließlich ein Mesh-Netzwerk aufgebaut werden, in dem SIP Witch als Vermittlungsinstanz dient. Ferner soll eine Oberfläche implementiert werden, mit der der Nutzer beispielsweise sehen kann, ob die Verifizierung eines Gesprächspartners erfolgt ist.

Außerdem soll SIP Witch einen sicheren VoIP-Proxy anbieten. Dadurch soll es möglich werden, dass jede SIP-fähige Software eine sichere Verbindung zu einem anderen Gesprächspartner in dem Mesh-Netzwerk aufbauen kann. Um eine komplette Verschlüsselung eines Gesprächs und die Authentifizierung der Teilnehmer zu gewährleisten, soll GnuPG zum Einsatz kommen. Dafür soll SIP um die Funktion des Schlüsselaustauschs erweitert werden.

Dadurch, dass zwei oder mehr Teilnehmer direkt miteinander kommunizieren, verbraucht SIP Witch nur sehr wenige Ressourcen. Diese werden nur für die Teilnehmervermittlung benötigt. Deshalb soll SIP Witch auch auf Routern, Smartphones oder Freedom Boxes laufen können.

Die gesamte Software zu GNU Telephony, darunter auch SIP Witch, befindet sich als Quellcode auf den Webseiten des Projekts.(öffnet im neuen Fenster) [von Sebastian Grüner]


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