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Internethandel

Europäische Verbraucher kaufen lieber im eigenen Land

Grenzüberschreitendem Onlineshopping stehen die Verbraucher in der Europäischen Union mehrheitlich skeptisch gegenüber. Das geht aus der von der EU-Kommission veröffentlichten Frühjahrsausgabe des Verbraucherbarometers hervor.

Artikel veröffentlicht am ,

Europäische Verbraucher befürchten, bei grenzüberschreitenden Onlineeinkäufen "betrogen oder übers Ohr gehauen zu werden" (62 Prozent), sind unsicher, "was bei Problemen zu tun wäre" (59 Prozent) und rechnen mit "Lieferschwierigkeiten" (49 Prozent). Aus diesen Gründen verzichten gut neun von zehn EU-Verbrauchern darauf, via Internet in einem anderen Land einzukaufen. Immerhin ist der Anteil der Onlineshopper mit Auslandseinkäufen von 2009 bis 2010 um ein Prozent auf neun Prozent gestiegen.

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Diese Zahlen präsentierte die EU-Kommission bei der Vorstellung der Frühjahrsausgabe des Verbraucherbarometers und sprach von einer "Schere beim Internethandel". Im Unterschied zum grenzüberschreitenden Onlineshopping fielen die Zuwachsraten beim inländischen Onlineshopping im vergangenen Jahr besser aus. So kauften 2010 bereits 36 Prozent der EU-Verbraucher online bei Anbietern aus dem eigenen Land ein (2009: 34 Prozent).

Die Ängste vor dem grenzüberschreitenden Onlineshopping sind nach Auffassung der EU-Kommission weitgehend unbegründet. Tatsächlich würden im Ausland bestellte Waren nur in 16 Prozent der Fälle verspätet ausgeliefert werden und lediglich in fünf Prozent der Fälle gar nicht beim Besteller eintreffen. Diese Werte liegen sogar noch unter denen bei Bestellungen im Inland, bei denen es in 18 Prozent der Fälle zu Verspätungen und in sechs Prozent zu Totalausfällen kommen würde. Wer bereits einmal im Ausland via Internet eingekauft hat, hegt weitaus seltener Befürchtungen für künftige Einkäufe.

Das kommentierte John Dalli, EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherpolitik, mit den Worten, es sei erfreulich, dass "sich die Vorbehalte der Verbraucher gegenüber dem Einkaufen im Ausland meist in Nichts auflösen, sobald sie es tatsächlich einmal mit Erfolg ausprobiert haben. Die Ergebnisse machen aber auch deutlich, wie viel Arbeit noch vor uns liegt, um - zum Wohle der europäischen Wirtschaft, der europäischen Verbraucher und der europäischen Unternehmen - die restlichen Hindernisse abzubauen."

Den misstrauischen Verbrauchern stehen auf der Anbieterseite nicht zurückhaltende Verkäufer gegenüber, geht aus der Pressemitteilung der EU-Kommission zum aktuellen Verbraucherbarometer hervor. So hat sich der Anteil der Händler, die in andere EU-Staaten verkaufen, 2010 auf 22 Prozent verringert (2009: 25 Prozent). Besonders kleinere Unternehmen sehen sich oft nur in der Lage, nationale Bestellungen zu bearbeiten (45 Prozent).

Dieser Tendenz will die EU-Kommission mit ihrer kürzlich verabschiedeten Binnenmarktakte (Single Market Act) begegnen. Damit will sie die "Marktzersplitterung beenden". Darin ist unter anderem der Ausbau außergerichtlicher, alternativer Streitschlichtungsverfahren für Fälle grenzüberschreitender Probleme von Verbrauchern mit Händlern vorgesehen. [von Robert A. Gehring]



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tilmank 20. Mär 2011

Aus Italien ein gebrauchtes Spiel, aus England einen Kopfhörer, aus den USA zwei CDs und...

ichbinsmalwieder 15. Mär 2011

In der EU kann man nicht wirklich etwas sparen. Wer wirklich billig einkaufen will, kauft...

Peter Brülls 15. Mär 2011

Äh....Oka, ich bin nur ein Einzelfall, aber irgendwie mag ich das nicht glauben. Ich habe...

Esquilax 15. Mär 2011

Das ist doch eins der wenigen guten Sachen an der EU! Ich hab z.B. schon öfters etwas aus...

Dr. Kopie von... 15. Mär 2011

Träum weiter. Neckermann und Otto: 5,95€ Ersparnis gibt es aber praktisch nur bei nicht...


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