Prozessoren: Xeon mit 4,4 GHz - aber nur für OEMs
Einem Bericht von CPU-World(öffnet im neuen Fenster) zufolge hat Intel seit der Vorstellung seiner 32-Nanometer-Prozessoren der Reihe Xeon 5600 alias Westmere-EP auch einige deutlich schnellere Modelle an PC-Hersteller ausgeliefert. Als Serienprodukt gab es keinen dieser Xeons, der schnellste soll – bei ungenannter Kernzahl – 4,66 GHz erreicht haben.
Immerhin in kleinen Stückzahlen gibt es nun den Xeon X5698, der 4,4 GHz erreicht. Es handelt sich um eine bei Intel sogenannte " Off-Roadmap SKU ", also um einen Prozessor, der nicht in den Preislisten und der ARK-Datenbank(öffnet im neuen Fenster) auftaucht. Solche CPUs legt Intel gelegentlich als Kleinserie auf Anfrage von PC-Herstellern auf. Auch einen festen Preis für 1.000er Stückzahlen, wie bei Halbleitern üblich, gibt es dafür nicht.
| Prozessor | Xeon X5698 |
| Takt | 4,40 GHz |
| Kerne | 2 |
| Takt QPI und DDR3 | 6,4 GT/s, 1.333 MHz |
| Shared Cache | 12 MByte |
| Rackgehäuse | 2U und größer |
| TDP | 130 Watt |
| Tcase | 40 Grad Celsius |
| Max. Strom | 150 Ampere |
| Daten des X5698 laut Intel | |
Wie Intel Deutschland Golem.de sagte, muss der X5698 auch besonders gut gekühlt werden. Der Wert für "TCase", also die Maximaltemperatur des Chipgehäuses, ist mit nur 40 Grad Celsius angegeben. Das lässt sich unter erheblichem Lärm in Servern zwar noch mit Luftkühlung erreichen, in Desktop-PCs oder bei Workstations in der Regel nur mit Wasserkühlung. Die TDP liegt wie bei anderen CPUs der Reihe Xeon 5600 bei 130 Watt, die Kernspannung – die Intel nicht angibt – dürfte deutlich erhöht sein.
Einen Preis für den Rekordprozessor nannte Intel nicht. Der schnellste inzwischen serienmäßig verfügbare Westmere-EP, der Xeon X5687(öffnet im neuen Fenster) mit vier aktiven Kernen und 3,6 GHz Basistakt, kostet in 1.000er Stückzahlen 1.663 US-Dollar. Er erreicht per Turboboost 3,86 GHz. Angaben zum eventuellen Maximaltakt des X5698 mit Basistakt 4,4 GHz macht Intel nicht. Es ist gut möglich, dass der Turbo bei dieser CPU von vornherein ganz abgeschaltet ist.
Prozessoren mit mehr vorhandenen als aktiven Kernen eignen sich besonders gut für höhere Taktfrequenzen, weil das Die dabei schon im Chipgehäuse wie ein Kühlkörper wirkt. Die große nicht genutzte Fläche kann die Wärme direkt an den Heatspreader weitergeben. Das hatte sich in der Vergangenheit auch schon AMD mit Modellen des Phenom II zunutze gemacht. Bei diesen waren von vier vorhandenen nur zwei Kerne aktiv, die dann als "Black Edition" aber hohe Frequenzen erreichten. Dazu verfügen diese Prozessoren auch über einen frei einstellbaren Multiplikator.
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