Cyberwar: Iranische Miliz kündigt Cyberangriffe an
Die iranische Basidsch-Miliz hat eine Hackertruppe aufgestellt. Diese soll künftig Cyberattacken auf antiiranische Websites durchführen, erklärte ein Kommandant der Einheit. Ein hochrangiger Militär hat ebenfalls Cyberattacken angedroht.
Freiwillige Hackertruppe
"Da wir Ziel von Cyberattacken sind, werden unsere Cybertruppen, die aus Experten, Professoren, Studenten und angehenden Klerikern bestehen, die Websites der Feinde angreifen" , sagte Brigadegeneral Ali Fazli, stellvertretender Befehlshaber der Basidsch-Miliz der halbamtlichen Nachrichtenagentur Mehr News(öffnet im neuen Fenster) . Basidsch – vollständig: Basidsch-e Mostaz'afin(öffnet im neuen Fenster) – ist eine paramilitärische Freiwilligenorganisation, die den Revolutionsgarden angehört. Basidsch-Mitglieder waren im Sommer 2009 an den Ausschreitungen gegen die Demonstranten beteiligt, die gegen das Ergebnis der Präsidentschaftswahl protestierten.
Kürzlich hatte der stellvertretende iranische Generalstabschef Mohammed Hedschasi mit präventiven Cyberattacken denjenigen gedroht, die ihrerseits Cyberattacken auf den Iran durchführen. Die Ankündigungen dürften im Zusammenhang mit der Malware Stuxnet stehen, die unter anderem die Rechner des iranischen Atomkraftwerks Buschehr infiziert hat. Sie sind insofern ungewöhnlich, als staatliche Stellen die Beteiligung an Cyberattacken normalerweise strikt leugnen.
Twitter und Baidu gehackt
Unklar ist, ob es einen Zusammenhang gibt zwischen der Basidsch-Cybertruppe und der iranischen Cyberarmee, die Ende 2009 den Microbloggingdienst Twitter und Anfang 2010 die chinesische Suchmaschine Baidu angegriffen hatte. Laut einem Bericht des US-Nachrichtenmagazins Newsweek(öffnet im neuen Fenster) steht auch die iranische Cyberarmee in Verbindung mit den Revolutionsgarden.
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