Abo
  • Services:
Anzeige
Quince (Foto: Furo)
Quince (Foto: Furo)

Erdbeben in Japan

Roboter suchen nach Erdbebenopfern

Nach dem Erdbeben in Japan setzen Rettungskräfte Roboter ein, um nach Verschütteten zu suchen.

Nach dem verheerenden Erdbeben in Japan setzen Rettungskräfte Roboter ein, berichtet das US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum. Die Roboter sollen in den Trümmern nach Überlebenden suchen.

Zum Zeitpunkt der Katastrophe befanden sich mehrere japanische Rettungsrobotiker in den USA. Sie hatten an einer Konferenz am Center for Robot Assisted Search & Rescue (Crasar) der Texas A&M Universität in College Station teilgenommen. Nach dem Erdbeben flogen sie umgehend zurück, wie Crasar-Leiterin Robin Murphy schreibt.

Anzeige
 
Video: Active Scope Camera - Demo

Das Team um Satoshi Tadakoro, der als einer der führenden Spezialisten für Rettungsrobotik gilt, hat einen Roboter mit dem Namen Active Scope Camera (die Seite ist aufgrund des schweren Erdbebens derzeit nicht erreichbar) entwickelt. Das ist ein 8 Meter langer schlangenförmiger Roboter, an dessen Kopf eine Kamera sitzt.

Der Roboter ist umwickelt mit so etwas wie Härchen, was ihm das Aussehen einer Bürste gibt. Die Härchen haben die Funktion von Zilien: Sie vibrieren und bewegen so den Roboter fort - das Prinzip nutzen beispielsweise Wimperntierchen zur Fortbewegung. Auf diese Weise kann sich die Active Scope Camera auch durch enge Hohlräume schlängeln. Die Geschwindigkeit beträgt dabei bis zu 7 Zentimeter in der Sekunde. Tadakoro lehrt an der Tohoku-Universität in Sendai, einem der am schwersten betroffenen Gebiete.

Das andere Team, das in Texas war, stammt von Future Robotics Technology Center (Furo) in Chiba. Die Wissenschaftler haben einen Roboter zur Erkundung entwickelt. Quince bewegt sich auf zwei Ketten aus Gummi fort und hat zusätzlich vier weitere Ketten, die beweglich angebracht sind, was es ihm erleichtert, Hindernisse zu überwinden. Der etwa 1,10 Meter lange und knapp 50 Zentimeter breite Roboter wird unter anderem mit einer Kamera, einem Infrarotsensor sowie einem Kohlendioxidsensor ausgestattet, mit denen er verschüttete Personen aufspüren kann.

Crasar hat nach Angaben von Murphy den japanischen Behörden Hilfe bei der Rettungsarbeiten angeboten. Sobald eine offizielle Anfrage eintrifft, werden die Texaner ihre Rettungsroboter zur Verfügung stellen. Darunter sind Flugroboter, um die Situation aus der Luft beurteilen zu können oder um die oberen Stockwerke von einsturzgefährdeten Häusern zu inspizieren, ein Tauchroboter, der Bauwerke wie Brücken kontrolliert, sowie eine Reihe weiterer Roboter, die in Trümmern nach Verschütteten suchen. Solche Systeme waren erstmals 2010 nach dem Erdbeben auf der Insel Haiti eingesetzt worden.

Am Freitagmittag Ortszeit hatte ein Erdbeben der Stärke 8,9 Japan erschüttert. Das Epizentrum lag etwa 130 km östlich von Sendai, im Nordosten der japanischen Hauptinsel Honshu. Auf das Beben folgte ein Tsunami, der schwere Schäden an der Ostküste Honshus anrichtete. Bedrohlich sind die Auswirkungen auf mehrere Atomkraftwerke in der Region: Nach dem Ausfall der Kühlsysteme ereigneten sich Explosionen in den Reaktoren, es drohen Kernschmelzen.

Die Folgen des Bebens und des Tsunamis auf die IT-Industrie sind noch nicht absehbar. Das US-Marktforschungsunternehmen Objective Analysis befürchtet jedoch, dass es in absehbarer Zeit zu Engpässen bei der Produktion von NAND- und DRAM-Speicherbausteinen kommen wird, berichtet IEEE Spectrum. Japan produziert über 40 Prozent der NAND- und 15 Prozent der DRAM-Speicher. Ein Produktionsausfall von zwei Wochen könne, so Objective Analysis, zu einer Verknappung der Bausteine und zu einer Preissteigerung führen.

Wegen der Ausfälle mehrerer Atomkraftwerke hat die japanische Regierung zum Stromsparen aufgerufen. Deshalb hat der Spielehesteller Square Enix einige Onlinespieleserver abgeschaltet.


eye home zur Startseite
Hotohori 15. Mär 2011

Das sind Dinge, die frühstens in ein paar Wochen (wenn überhaupt) geklärt werden, wenn...

Anonymer Nutzer 14. Mär 2011

cool, Roboter...

Striker1 14. Mär 2011

Ok, mir ging es bei dem Gedanken vor allem darum, dass möglicherweise die Such- und...

Bouncy 14. Mär 2011

Dann poste es halt net




Anzeige

Stellenmarkt
  1. OPERATIONAL SERVICES GMBH & CO. KG, Frankfurt
  2. Jako-o GmbH, Bad Rodach
  3. Fresenius Kabi Deutschland GmbH, Bad Homburg
  4. Bertrandt Technikum GmbH, Ehningen bei Stuttgart


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 9,99€
  2. 49,99€
  3. 7,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Lego Boost im Test

    Jede Menge Bastelspaß für eine kleine Zielgruppe

  2. Platooning

    Daimler fährt in den USA mit Lkw im autonomen Konvoi

  3. Suchmaschine

    Apple stellt Siri auf Google um

  4. Gruppenchat

    Skype for Business wird durch Microsoft Teams ersetzt

  5. Teardown

    iFixit findet größeren Akku in Apple Watch Series 3

  6. Coffee Lake

    Intel verkauft sechs Kerne für unter 200 Euro

  7. MacOS 10.13

    Apple gibt High Sierra frei

  8. WatchOS 4.0 im Test

    Apples praktische Taschenlampe mit autarkem Musikplayer

  9. Werksreset

    Unitymedia stellt Senderbelegung heute in Hessen um

  10. Aero 15 X

    Mehr Frames mit der GTX 1070 im neuen Gigabyte-Laptop



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Unterwegs auf der Babymesse: "Eltern vibrieren nicht"
Unterwegs auf der Babymesse
"Eltern vibrieren nicht"
  1. Optimierungsprogramm Ccleaner-Malware sollte wohl Techkonzerne ausspionieren
  2. Messenger Wire-Server steht komplett unter Open-Source-Lizenz
  3. Apache Struts Monate alte Sicherheitslücke führte zu Equifax-Hack

E-Paper-Tablet im Test: Mit Remarkable machen digitale Notizen Spaß
E-Paper-Tablet im Test
Mit Remarkable machen digitale Notizen Spaß
  1. Smartphone Yotaphone 3 kommt mit großem E-Paper-Display
  2. Display E-Ink-Hülle für das iPhone 7

Watson: IBMs Supercomputer stellt sich dumm an
Watson
IBMs Supercomputer stellt sich dumm an
  1. IBM Watson soll auf KI-Markt verdrängt werden
  2. KI von IBM Watson optimiert Prozesse und schließt Sicherheitslücken

  1. "quetscht sich ein auto in die kolonne..."

    jake | 09:37

  2. Re: Wie oft wollen sie den noch ersetzen

    Dieselmeister | 09:37

  3. Re: Echtzeit im Berufsleben

    burzum | 09:36

  4. Re: Probleme ...

    Arsenal | 09:36

  5. Re: Wahlkampf von Flüchtlingspolitik geprägt und...

    Muhaha | 09:35


  1. 09:44

  2. 09:11

  3. 08:57

  4. 07:51

  5. 07:23

  6. 07:08

  7. 19:40

  8. 19:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel