Abo
  • Services:

Erdbeben in Japan

Roboter suchen nach Erdbebenopfern

Nach dem Erdbeben in Japan setzen Rettungskräfte Roboter ein, um nach Verschütteten zu suchen.

Artikel veröffentlicht am ,
Quince (Foto: Furo)
Quince (Foto: Furo)

Nach dem verheerenden Erdbeben in Japan setzen Rettungskräfte Roboter ein, berichtet das US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum. Die Roboter sollen in den Trümmern nach Überlebenden suchen.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Berlin
  2. OKI EUROPE LIMITED, Branch Office Düsseldorf, Düsseldorf

Zum Zeitpunkt der Katastrophe befanden sich mehrere japanische Rettungsrobotiker in den USA. Sie hatten an einer Konferenz am Center for Robot Assisted Search & Rescue (Crasar) der Texas A&M Universität in College Station teilgenommen. Nach dem Erdbeben flogen sie umgehend zurück, wie Crasar-Leiterin Robin Murphy schreibt.

 
Video: Active Scope Camera - Demo

Das Team um Satoshi Tadakoro, der als einer der führenden Spezialisten für Rettungsrobotik gilt, hat einen Roboter mit dem Namen Active Scope Camera (die Seite ist aufgrund des schweren Erdbebens derzeit nicht erreichbar) entwickelt. Das ist ein 8 Meter langer schlangenförmiger Roboter, an dessen Kopf eine Kamera sitzt.

Der Roboter ist umwickelt mit so etwas wie Härchen, was ihm das Aussehen einer Bürste gibt. Die Härchen haben die Funktion von Zilien: Sie vibrieren und bewegen so den Roboter fort - das Prinzip nutzen beispielsweise Wimperntierchen zur Fortbewegung. Auf diese Weise kann sich die Active Scope Camera auch durch enge Hohlräume schlängeln. Die Geschwindigkeit beträgt dabei bis zu 7 Zentimeter in der Sekunde. Tadakoro lehrt an der Tohoku-Universität in Sendai, einem der am schwersten betroffenen Gebiete.

Das andere Team, das in Texas war, stammt von Future Robotics Technology Center (Furo) in Chiba. Die Wissenschaftler haben einen Roboter zur Erkundung entwickelt. Quince bewegt sich auf zwei Ketten aus Gummi fort und hat zusätzlich vier weitere Ketten, die beweglich angebracht sind, was es ihm erleichtert, Hindernisse zu überwinden. Der etwa 1,10 Meter lange und knapp 50 Zentimeter breite Roboter wird unter anderem mit einer Kamera, einem Infrarotsensor sowie einem Kohlendioxidsensor ausgestattet, mit denen er verschüttete Personen aufspüren kann.

Crasar hat nach Angaben von Murphy den japanischen Behörden Hilfe bei der Rettungsarbeiten angeboten. Sobald eine offizielle Anfrage eintrifft, werden die Texaner ihre Rettungsroboter zur Verfügung stellen. Darunter sind Flugroboter, um die Situation aus der Luft beurteilen zu können oder um die oberen Stockwerke von einsturzgefährdeten Häusern zu inspizieren, ein Tauchroboter, der Bauwerke wie Brücken kontrolliert, sowie eine Reihe weiterer Roboter, die in Trümmern nach Verschütteten suchen. Solche Systeme waren erstmals 2010 nach dem Erdbeben auf der Insel Haiti eingesetzt worden.

Am Freitagmittag Ortszeit hatte ein Erdbeben der Stärke 8,9 Japan erschüttert. Das Epizentrum lag etwa 130 km östlich von Sendai, im Nordosten der japanischen Hauptinsel Honshu. Auf das Beben folgte ein Tsunami, der schwere Schäden an der Ostküste Honshus anrichtete. Bedrohlich sind die Auswirkungen auf mehrere Atomkraftwerke in der Region: Nach dem Ausfall der Kühlsysteme ereigneten sich Explosionen in den Reaktoren, es drohen Kernschmelzen.

Die Folgen des Bebens und des Tsunamis auf die IT-Industrie sind noch nicht absehbar. Das US-Marktforschungsunternehmen Objective Analysis befürchtet jedoch, dass es in absehbarer Zeit zu Engpässen bei der Produktion von NAND- und DRAM-Speicherbausteinen kommen wird, berichtet IEEE Spectrum. Japan produziert über 40 Prozent der NAND- und 15 Prozent der DRAM-Speicher. Ein Produktionsausfall von zwei Wochen könne, so Objective Analysis, zu einer Verknappung der Bausteine und zu einer Preissteigerung führen.

Wegen der Ausfälle mehrerer Atomkraftwerke hat die japanische Regierung zum Stromsparen aufgerufen. Deshalb hat der Spielehesteller Square Enix einige Onlinespieleserver abgeschaltet.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (-80%) 5,99€
  2. (aktuell u. a. Beyerdynamic DTX 910 Kopfhörer 27,99€, Logitech G413 mechanische Tastatur 64...
  3. 288€
  4. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, Nacon PS4-Controller + Fallout 76 für 44,99€ bei Marktabholung...

Hotohori 15. Mär 2011

Das sind Dinge, die frühstens in ein paar Wochen (wenn überhaupt) geklärt werden, wenn...

Anonymer Nutzer 14. Mär 2011

cool, Roboter...

Striker1 14. Mär 2011

Ok, mir ging es bei dem Gedanken vor allem darum, dass möglicherweise die Such- und...

Bouncy 14. Mär 2011

Dann poste es halt net


Folgen Sie uns
       


Azio Retro Classic Tastatur - Test

Die Azio Retro Classic sieht mehr nach Schreibmaschine als nach moderner Tastatur aus. Die von Azio mit Kaihua entwickelten Switches bieten eine angenehme Taktilität, für Vieltipper ist die Tastatur sehr gut geeignet.

Azio Retro Classic Tastatur - Test Video aufrufen
Kaufberatung: Den richtigen echt kabellosen Bluetooth-Hörstöpsel finden
Kaufberatung
Den richtigen echt kabellosen Bluetooth-Hörstöpsel finden

Wer sie einmal benutzt hat, möchte sie nicht mehr missen: sogenannte True Wireless In-Ears. Wir erklären auf Basis unserer Tests, was beim Kauf von Bluetooth-Hörstöpseln beachtet werden sollte.
Von Ingo Pakalski

  1. Nuraphone im Test Kopfhörer mit eingebautem Hörtest und Spitzenklang
  2. Patent angemeldet Dyson soll Kopfhörer mit Luftreiniger planen

Geforce RTX 2060 im Test: Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber
Geforce RTX 2060 im Test
Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber

Mit der Geforce RTX 2060 hat Nvidia die bisher günstigste Grafikkarte mit Turing-Architektur veröffentlicht. Für 370 Euro erhalten Spieler genug Leistung für 1080p oder 1440p und sogar für Raytracing, bei vollen Schatten- oder Textur-Details wird es aber in seltenen Fällen ruckelig.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Grafikkarte Geforce GTX 1660 Ti soll 1.536 Shader haben
  2. Geforce RTX 2060 Founder's Edition kostet 370 Euro
  3. Turing-Architektur Nvidia stellt schnelle Geforce RTX für Notebooks vor

Padrone angesehen: Eine Mausalternative, die funktioniert
Padrone angesehen
Eine Mausalternative, die funktioniert

CES 2019 Ein Ring soll die Computermaus ersetzen: Am Zeigefinger getragen macht Padrone jede Oberfläche zum Touchpad. Der Prototyp fühlt sich bei der Bedienung überraschend gut an.
Von Tobias Költzsch

  1. Videostreaming Plex will Filme und Serien kostenlos und im Abo anbieten
  2. People Mover Rollende Kisten ohne Fahrer
  3. Solar Cow angesehen Elektrische Kuh gibt Strom statt Milch

    •  /