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Wunderlist: Android-Version der digitalen Merkzettel erschienen (Update)

Die Aufgabenplanung Wunderlist ist für die Android-Plattform erhältlich. Die Portierung der App von iOS soll mit der Entwicklungsumgebung Titanium von Appcelerator nur wenige Wochen gedauert haben.
/ Jörg Thoma
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Wunderlist(öffnet im neuen Fenster) ist ab sofort auch für die Android-Plattform verfügbar. Der kostenlose Aufgabenplaner war bislang für iOS und seit wenigen Tagen für das iPad verfügbar. Einige Einschränkungen müssten Android-Anwender noch hinnehmen, sagte 6Wunderkinder-Mitgründer(öffnet im neuen Fenster) Robert Kock Golem.de. So kann unter Android das Sharing noch nicht direkt aktiviert werden; um es zu aktivieren, müssen Anwender auf eine andere Plattform auf Wunderlist zugreifen. Zusätzlich fehlt noch die Möglichkeit, Benachrichtigungen auf das Gerät per Push-Verfahren zu übertragen. Sie soll aber in wenigen Tagen nachgereicht werden.

Später soll der Funktionsumfang in den Apps für iOS und Android identisch sein. Beide sollen für die Verwaltung von Aufgaben genutzt werden können. Vor wenigen Tagen wurde die Funktionalität von Wunderlist erweitert. Aufgaben können nun direkt per E-Mail in die Merkzetteldatenbank eingepflegt werden. Dazu reicht es, die E-Mail an me@wunderlist.com zu verschicken und im Betreff den Namen der Liste anzugeben. In die E-Mail selbst können verschiedene Aufgaben per Zeilenumbruch eingetragen werden. Zudem bietet Wunderlist jetzt eine Benachrichtigung per E-Mail, wenn eine Aufgabe fällig ist. Die Android-App steht auf der Webseite des Projekts zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit.

Die Portierung von iOS auf Android habe nur wenige Wochen gedauert, sagte Kock. Die Entwicklungsplattform Titanium von Appcelerator habe ermöglicht, dass bis zu 90 Prozent des Codes weiterverwendet werden können.

Code mit Titanium portiert

Der Vorteil der Entwicklungsumgebung von Appcelerator(öffnet im neuen Fenster) sei, dass Entwickler mit Erfahrung in der Webprogrammierung über Titanium ihre in Javascript, HTML, Python, Ruby oder PHP geschriebenen Anwendungen direkt in nativen C-Code übersetzen können, sagte Scott Schwarzhoff, Vize bei Appcelerator, zu Golem.de. Abstrahierte Programmiersprachen können auf etlichen Plattformen gleichermaßen verwendet werden.

Gegenwärtig unterstützt Titanium iOS 4.3 und Android 2.2. Die Unterstützung für Android 3 und BlackberryOS soll in der nächsten Version integriert werden. Blackberry Tablet OS, WebOS, Windows Mobile 7 oder Symbian plant Appcelerator gegenwärtig nicht zu unterstützen. "Wir fokussieren uns auf den Markt, der die meisten Anwender betrifft" , sagte Schwarzhoff.

Die Integration der Aptana-IDE schreite auch voran, sagte Schwarzhoff. Die nächste Veröffentlichung von Titanium Studio Ende Mai erfolge bereits auf der Codebasis von Aptana, das Appcelerator Anfang 2011 erwarb .

Auch die Probleme, die Anfang 2010 im Zuge der Lizenzänderungen für Apples App Store auftauchten, seien bereits im September 2010 beseitigt worden, versicherte Schwarzhoff. Inzwischen würden etwa 2.000 Apps pro Monat eingereicht, die mit Titanium entwickelt wurden, und keiner sei auf Grund von Code-Problemen abgelehnt worden.

Etwa 69 Prozent der Titanium-Nutzer seien unabhängige Entwickler, sagte Schwarzhoff, etwa 18 Prozent seien kleine und mittelständische Unternehmen wie 6Wunderkinder, und der Rest seien große Firmen oder Organisationen wie der amerikanische Fernsehsender NBC oder die britische Regierung. In Deutschland habe Appcelerator die drittgrößte Entwicklerbasis weltweit.

Das Basispaket von Titanium steht unter der Apache-2.0-Lizenz und ist kostenlos. Geld verlangt Appcelerator bislang für einige Erweiterungen sowie Support und Training. Preisangaben zu der IDE Titanium-Studio konnte Schwarzhoff noch nicht machen.

Update vom 8. März 2011, 17:05 Uhr

Die Apps für Android wurden vorübergehend aus dem Android-Market entfernt und sind auch noch nicht über die Webseite des Unternehmens verfügbar. Robert Kock teilte Golem.de mit, dass es auf einigen Systemen Probleme bei der Installation gegeben habe. Der Fehler solle aber im Laufe des Abends, spätestens bis morgen behoben werden. "Wie es so ist - gestern lief noch alles."

Update vom 9. März 2011, 23:20 Uhr

Inzwischen funktionieren die Apps und sind sowohl über den Market als auch über die Webseite verfügbar.


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