Abo
  • IT-Karriere:

Awiloc

Datenschützer loben WLAN-Ortungssystem

Bayerische Datenschützer haben das vom Fraunhofer IIS entwickelte Positionsbestimmungssystem geprüft und für datenschutzrechtlich unbedenklich erklärt. Ein Partner des Fraunhofer IIS will ab diesem Jahr größere Städte einmessen.

Artikel veröffentlicht am ,

Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht hat das Ortungssystem Awiloc, das das Erlanger Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) entwickelt, geprüft und aus Sicht des Datenschutzes für unbedenklich erklärt. Awiloc sei "nach derzeitigen Erkenntnissen datenschutzrechtlich nicht zu beanstanden", erklärten die Datenschützer.

WLAN-Ortung ohne personenbezogene Daten

Stellenmarkt
  1. itsc GmbH, Hannover
  2. Consors Finanz BNP Paribas, München

Awiloc ist ein System zur Ortung, das WLAN zur Positionsbestimmung nutzt. Anders als bei Systemen wie dem von Google werden dabei jedoch keine personenbezogenen Daten erfasst. Um eine Stadt zu kartieren, werden zunächst die Feldstärken der an einem bestimmten Ort vorhandenen WLANs gemessen. Das geschieht durch Fahrzeuge, die mit entsprechenden Messgeräten sowie einem Assisted GPS an Bord durch eine Stadt fahren. Dabei wird lediglich die MAC-Adresse erfasst.

Aus den Messdaten wird eine Datenbank erstellt, die der Nutzer auf sein mobiles Endgerät, etwa ein Smartphone, herunterlädt. Diese Datei ist je nach Größe der Stadt etwa 3 bis 7 MByte groß. Da die Datenbank auf seinem Gerät installiert ist, findet bei der Ortung keinerlei Datenkommunikation statt. Das bedeutet, auch das Positionsbestimmungssystem ist aus Sicht des Datenschutzes unbedenklich.

Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern

Das Konzept des Fraunhofer IIS sieht vor, Awiloc für ortsbezogene Dienste zu nutzen. Das Nürnberger Unternehmen IT2media plant, dieses Jahr mit der Vermessung aller deutschen Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern zu beginnen. Datenbanken für Nürnberg, Berlin, Hamburg und München sollen in Kürze bereitstehen.

Der Vorteil von Awiloc gegenüber GPS sei nicht nur, dass es genauer sei, erklärt Karen Loidl vom Fraunhofer IIS Golem.de. Es könne auch für die Navigation in einem Gebäude eingesetzt werden. Eingemessen wird hier mit einem mobilen Endgerät, mit dem jemand durch das Gebäude geht. Anwendungen sind etwa Pläne für Messehallen, Einkaufszentren oder Museen. Auch der Einsatz im Gesundheitsbereich ist denkbar: Es könnten Häuser, in denen ältere Menschen wohnen, mit deren Einverständnis eingemessen werden, sagt Loidl. Gebe es einen Notfall, etwa wenn ein Bewohner in seiner Wohnung zusammenbricht, könnten Rettungskräfte ihn genau orten.

Datenpanne bei Google

Google hatte im Zuge der Street-View-Fotofahrten ebenfalls WLANs für die Positionsbestimmung erfasst. Dabei hatten die Fahrzeuge jedoch nicht nur die SSID und die MAC-Adressen der WLANs erfasst, sondern auch Kommunikationsdaten aufgezeichnet, darunter vertrauliche Daten wie Passwörter.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (aktuell u. a. Corsair T1 Race 2018 in diversen Farben für 229,90€ + Versand. Bestpreis!)
  2. (heute u. a. mit PlayStation 4 und Samsung-TVs)
  3. (u. a. LG OLED 65E8LLA für 1.777€ statt 2.077€ im Vergleich)
  4. 139€

fuzzy 08. Mär 2011

Nein, der Access Point wird nie (direkt) geortet. Es wird eine Karte der Feldstärken...

FoxfireGole 08. Mär 2011

Die "Fragmente" waren jedes bis zu einigen hundert KB groß. Es wird wohl kaum jemand ein...

Geist 08. Mär 2011

Wenn ich meine Straße als Beispiel nehme, kann das eigentlich nicht funktionieren. Hier...

simonizor 07. Mär 2011

Für die Daten reicht es ja aus die MAC Adresse des Routers zu bekommen, dafür müssen...

Cyruss1989 07. Mär 2011

Skyhook ist auch sehr erfolgreich was das angeht.


Folgen Sie uns
       


Die Zukunft von 8K bei Sharp angesehen (Ifa 2019)

Wenn es um 8K geht, zeigt sich Sharp optimistisch: Nicht nur ein riesiger 120-Zoll-Fernseher ist dort zu sehen, sondern es gibt auch einen kleinen Blick in die nahe Zukunft.

Die Zukunft von 8K bei Sharp angesehen (Ifa 2019) Video aufrufen
HP Pavilion Gaming 15 im Test: Günstig gut gamen
HP Pavilion Gaming 15 im Test
Günstig gut gamen

Mit dem Pavilion Gaming 15 bietet HP für 1.000 Euro ein Spiele-Notebook an, das für aktuelle Titel genügend 1080p-Leistung hat. Auch Bildschirm und Ports taugen, dafür nervt uns die voreingestellte 30-fps-Akku-Drossel.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Gaming-Notebooks Asus ROG mit Core i9 und fixen oder farbstarken Displays

Geothermie: Wer auf dem Vulkan wohnt, muss nicht so tief bohren
Geothermie
Wer auf dem Vulkan wohnt, muss nicht so tief bohren

Die hohen Erwartungen haben Geothermie-Kraftwerke bisher nicht erfüllt. Weltweit setzen trotzdem immer mehr Länder auf die Wärme aus der Tiefe - nicht alle haben es dabei leicht.
Ein Bericht von Jan Oliver Löfken

  1. Nachhaltigkeit Jute im Plastik
  2. Nachhaltigkeit Bauen fürs Klima
  3. Autos Elektro, Brennstoffzelle oder Diesel?

Ryzen 7 3800X im Test: Der schluckt zu viel
Ryzen 7 3800X im Test
"Der schluckt zu viel"

Minimal mehr Takt, vor allem aber ein höheres Power-Budget für gestiegene Frequenzen unter Last: Das war unsere Vorstellung vor dem Test des Ryzen 7 3800X. Doch die Achtkern-CPU überrascht negativ, weil AMD es beim günstigeren 3700X bereits ziemlich gut meinte.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Epyc 7H12 & Ryzen 5 3500X AMD bringt 280-Watt-CPU und plant günstigen Sechskerner
  2. Agesa 1003abba Microcode-Update taktet Ryzen 3000 um 50 MHz höher
  3. Agesa 1003abb Viele ältere Platinen erhalten aktuelles UEFI für Ryzen 3000

    •  /