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Tietek (Foto: FHG)
Tietek (Foto: FHG)

Unterwasserroboter

Tietek soll nach Rohstoffen suchen

Einen Unterwasserroboter, der auf dem Meeresgrund nach Rohstoffen suchen und Unterwasserbauwerke kontrollieren soll, zeigen mehrere Fraunhofer-Institute auf der Cebit. Er soll Ende des Jahres erstmals auf Tauchfahrt gehen.

Tietek heißt der autonome Unterwasserroboter, den die Fraunhofer Gesellschaft auf der Cebit 2011 zeigt (Halle 9, Stand B36). Das Autonomous Underwater Vehicle (AUV) soll zur Inspektion und Exploration in Tiefen bis zu 6.000 Meter eingesetzt werden.

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Exploration und Inspektion

Tietek soll unter anderem Rohstoffe wie beispielsweise Manganknollen am Meeresgrund aufspüren. Als weiteres Einsatzgebiet ist die Inspektion von Bauwerken unter Wasser vorgesehen. Das könnten Hafenanlagen sein, Staudämme, Offshore-Windanlagen oder Unterwasserrohrleitungen, erklärte Helge Renkewitz vom Fraunhofer Anwendungszentrum Systemtechnik (AST) im Gespräch mit Golem.de.

  • Der Tauchroboter Tietek (Foto: wp)
  • Der Steuerungsrechner ist das einzige Teil in einer Druckkammer. (Foto: wp)
  • Ein Überzug aus Silikon schützt die Elektronik vor dem Wasserdruck. (Foto: wp)
Der Tauchroboter Tietek (Foto: wp)

Ein Einsatzszenario sieht so aus: Ein Mutterschiff bringt das unbemannte Tauchboot in das Einsatzgebiet. Ein Missionsplan, den dieser dann autonom durchführt, wird auf den Roboter übertragen. Unterwegs orientiert sich das AUV mit einer Reihe von Sensoren: Ein Doppler Velocity Log (DVL) misst die Höhe und die Geschwindigkeit über dem Meeresgrund, ein Drucksensor bestimmt die Wassertiefe, ein Lagesensor sorgt dafür, dass das AUV nicht umkippt. Mit einem Sidescan-Sonar tastet Tietek den Meeresgrund ab und erstellt davon ein 3D-Bild. Zudem verfügt der Roboter über GPS und über WLAN. So kann er an der Wasseroberfläche seine Position bestimmen und Kontakt mit dem Mutterschiff aufnehmen.

Walgesang und Grillenzirpen

Seine Position bestimmt das AUV über die Aufzeichnung der Geschwindigkeit über Grund sowie durch Kommunikation mit dem Mutterschiff über ein Ultra-Short-Baseline-Modem (USBL). Das ist ein Akustikmodem, das sich, so Renkewitz, wie "eine Mischung aus Walgesang und Grillenzirpen" anhöre. Über die Laufzeiten der Schallsignale zum Mutterschiff bestimmt Tietek seine relative Position zum Mutterschiff. Da dessen Position bekannt ist, kann das AUV seine eigene errechnen.

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