IcedRobot: Projekt will Android auf den Desktop bringen
IcedRobot(öffnet im neuen Fenster) will Googles DalvikVM von der restlichen Android-Infrastruktur trennen, so dass Dalvik wie ein normales Unix-Programm ausgeführt werden kann – unter Linux, aber auch unter Mac OS X, QNX und anderen Betriebssystemen. Zudem will das Projekt dafür sorgen, dass Dalvik als Dienst innerhalb einer Java Virtual Machine läuft.
Letztendlich geht es darum, Android-Applikationen auf andere Betriebssysteme und Geräte zu bringen. Das kann eine Version des Android-basierten Google TV für den Desktop sein oder eine Smartphone-Applikation fürs Auto, die dort unter QNX ausgeführt wird.
Dabei soll weitgehend auf Code aus den Projekten Android und Harmony verzichtet und der Android-Stack auf Basis der Klassenbibliotheken von Oracles Projekt OpenJDK umgesetzt werden. Als JavaVM soll Hotspot(öffnet im neuen Fenster) zum Einsatz kommen.
Das Projekt IcedRobot teilt sich in drei Unterprojekte: GNUDroid soll die Basis bereitstellen und dafür sorgen, dass Dalvik als eigenständige Applikation unter Linux, QNX und Mac OS X läuft. Mit Daneel soll zudem ein Java-basierter Dalvik-Interpreter entstehen und GNUBishop soll die Dalvik-Runtime mit dem OpenJDK ersetzen, um Browserplugins, ein komplettes Framework für Desktopapplikationen und die Entwicklung eines vollständigen Betriebssystems zu ermöglichen. So sollen sich Android-Applikationen im Browser ausführen sowie als Desktopapplikation unter Windows, Linux und Mac OS X installieren lassen. Auch eine komplette Android-Distribution ist geplant.
Mit GNU Appbazaar soll darüber hinaus ein Marktplatz entstehen, auf dem Applikationen für IcedRobot verkauft werden können. Dabei sollen zehn Prozent der Umsätze einbehalten und an die Free Software Foundation (FSF) weitergegeben werden, um die Weiterentwicklung von IcedRobot zu finanzieren. Auch eine Werbeplattform ist geplant. Bei dieser soll aber der Datenschutz Vorrang haben und Werbung ungezielt verteilt werden.
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