Abo
  • Services:

Interview

"Der Equalizer fürs eigene Hirn" (Update)

EEG-Headsets wie die von Neurosky könnten Videospiele revolutionieren - aber nicht, weil sie zur Spielsteuerung verwendet werden. Der Psychologe Axel Kowalski erklärte in Hannover, wie die Technik mit Biofeedback zu mehr Ruhe und Konzentrationsfähigkeit verhelfen kann.

Artikel veröffentlicht am ,
Interview: "Der Equalizer fürs eigene Hirn" (Update)

Auf der Cebit hat das US-Unternehmen Neurosky Vorserienmodelle seines neuen EEG-Headsets Mindwave präsentiert - und war von Fernsehteams umlagert. Denn der Mythos ist verbreitet, dass mit dem Auswerten von Gehirnwellen Maus oder Gamepad ersetzt werden können. Gamer äußerten in Foren die wildesten Vorstellungen, sagte der Psychologe Dr. phil. Axel Kowalski. Dabei geht es ihm darum, Menschen mit der Technik zu mehr Ausgeglichenheit zu verhelfen. Golem.de traf ihn am Stand von Neurosky, wo er die unter seiner Leitung entwickelte Software „Haus der Aufmerksamkeit 1.0" präsentierte, die das Mindwave-Headset für einfaches Biofeedback-Training verwendet. "Bei Biofeedback geht es darum, Hirnwellenparameter selbstständig zu trainieren", erklärte Kowalski.

Inhalt:
  1. Interview: "Der Equalizer fürs eigene Hirn" (Update)
  2. Selbstbetrug mit Muskelbewegungen

Für eine komplexe Spielsteuerung oder das Erkennen des Gemütszustands ist auch das Mindwave nicht geeignet, wie Neurosky und Kowalski bestätigen. Das EEG-Headset kann jedoch dazu genutzt werden, die Hirnwellenmuster zu erkennen, die durch Neuronenaktivität entstehen. Durch eine "ganz einfache Technik" könne man aus dem Signal herauslesen, "wie viele Nervenzellen arbeiten, wie viele davon ganz langsam und wie viele mittellangsam" seien, sagte Kowalski. Durch verschiedene Hirnwellenparameter lasse sich ermitteln, wie entspannt oder angespannt jemand gerade ist - und wie es um die Konzentration bestellt ist. Diese Werte würden auch für neurologische Befunde verwendet.

Die verschiedenen Hirnwellenparameter können beim Biofeedback dazu verwendet werden, das eigene Gehirn auf bestimmte Zustände zu trainieren. Es funktioniert ähnlich, wie wenn man sich in angespannten Situationen entspannende Urlaubserinnerungen ins Gedächtnis ruft. Das lässt sich mit der von Kowalski präsentierten Windows- und iPhone-Software in Verbindung mit dem Mindwave trainieren - eine einfache Version des Biofeedback-Trainings, das sonst in der Therapie und in der Medizin genutzt wird, etwa um Konzentrationsschwäche, Stresserkrankungen und Migräne zu behandeln.

Kowalski zufolge bringt das "wesentliche Symptomverbesserungen bei Migräne, bei allen Störungsbildern, die irgendwie mit Anspannung assoziiert sind, also Stress, oder bei Aufmerksamkeitsstörungen." Gerade Männer seien häufig von Stresserkrankungen betroffen und könnten mit einem technischen Gerät, das ihnen konkrete Daten zeige, oft mehr anfangen als zum Beispiel mit Psychotherapie.

Stellenmarkt
  1. Verlag C.H.BECK, München-Schwabing
  2. SEG Automotive Germany GmbH, Stuttgart-Weilimdorf

"Männer bekommen hier etwas, was sie sehen können. Das heißt, die gehen nicht zu irgendeinem Psychologen, der ihnen dann sagt: 'Ja, wie ist denn das mit ihrer Kindheit gewesen' und in deren Vergangenheit herumfummelt", erklärt der Psychologe. Sie erhielten vielmehr einen Wert und die Ansage: "Versuch den mal herunterzukriegen!"

Selbstbetrug mit Muskelbewegungen 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. ab 219,00€ im PCGH-Preisvergleich
  2. Für 150€ kaufen und 75€ sparen
  3. (heute u. a. Aerocool P7-C1 Pro 99,90€, Asus ROG-Notebook 949,00€, Logitech G903 Maus 104,90€)

BrainDoc 15. Mär 2011

Hallo, allgemeine Erfahrungen mit dem Verfahren Neurofeedback schon - allerdings mit...

BrainDoc 07. Mär 2011

Hallo, ein Ableger des MIT in Boston beschäftigt sich schon seit geraumer Zeit mit der...

irata 06. Mär 2011

Besonders amüsant und ironisch finde ich das in Hinblick auf frühe holprige Versuche in...

Hauptauge 04. Mär 2011

sorry, es ist halt Freitag ;-)


Folgen Sie uns
       


Coup Elektroroller in Berlin - Kurzbericht

Coup lädt bis zu 154 Akkus in Berlin an einer automatischen Ladestation für 1.000 Elektroroller auf.

Coup Elektroroller in Berlin - Kurzbericht Video aufrufen
Norsepower: Stahlsegel helfen der Umwelt und sparen Treibstoff
Norsepower
Stahlsegel helfen der Umwelt und sparen Treibstoff

Der erste Test war erfolgreich: Das finnische Unternehmen Norsepower hat zwei weitere Schiffe mit Rotorsails ausgestattet. Der erste Neubau mit dem Windhilfsantrieb ist in Planung. Neue Regeln der Seeschifffahrtsorganisation könnten bewirken, dass künftig mehr Schiffe saubere Antriebe bekommen.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Car2X Volkswagen will Ampeln zuhören
  2. Innotrans Die Schiene wird velosicher
  3. Logistiktram Frankfurt liefert Pakete mit Straßenbahn aus

Mate 20 Pro im Hands on: Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro
Mate 20 Pro im Hands on
Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro

Huawei hat mit dem Mate 20 Pro seine Dreifachkamera überarbeitet: Der monochrome Sensor ist einer Ultraweitwinkelkamera gewichen. Gleichzeitig bietet das Smartphone zahlreiche technische Extras wie einen Fingerabdrucksensor unter dem Display und einen sehr leistungsfähigen Schnelllader.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Keine Spionagepanik Regierung wird chinesische 5G-Ausrüster nicht ausschließen
  2. Watch GT Huawei bringt Smartwatch ohne Wear OS auf den Markt
  3. Ascend 910/310 Huaweis AI-Chips sollen Google und Nvidia schlagen

Shine 3: Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort
Shine 3
Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort

Die Tolino-Allianz bringt das Nachfolgemodell des Shine 2 HD auf den Markt. Das Shine 3 erhält mehr Ausstattungsdetails aus der E-Book-Reader-Oberklasse. Vor allem beim Lesen macht sich das positiv bemerkbar.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. E-Book-Reader Update macht Tolino-Geräte unbrauchbar

    •  /