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Interview: "Der Equalizer fürs eigene Hirn" (Update)

Selbstbetrug mit Muskelbewegungen

Damit die Hirnwellenmuster nicht durch Gesichtsmuskelbewegungen beeinflusst werden können, sollte der EEG-Sensor am Haaransatz und nicht direkt auf der Vorderstirn sitzen, sagte Kowalski. Auf der Webseite von Neurosky ist das fälschlicherweise nicht der Fall, dort sitzen die Sensoren direkt auf den Stirnen der lächelnden Mindwave-Träger. Damit würde man jedoch unbewusst oder bewusst die Ergebnisse verfälschen, etwa mit Stirnrunzeln, erklärt Kowalski. Das sei unabhängig von der Sensorplatzierung auch mit Kaubewegungen möglich.

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Die Biofeedback-Software für das Mindwave ermöglicht es jedoch, mehrere Hirnwellenparameter festzulegen, um Beeinflussungen zu minimieren. So müssen die Nutzer beispielsweise gleichzeitig die Theta-Werte runter- und die Beta-Werte hochtrainieren - laut Kowalski etwas, das jeder vom Equalizer an der Stereoanlage zu Hause kennt: "Sie kaufen sich eine neue CD, sitzen davor und denken: 'Boah, das klingt ja total matschig, dreh ich doch mal die Bässe rein'." Mit dem Neurofeedback bekämen Menschen "die Fernsteuerung von ihrem eingebauten Equalizer" in die Hand gedrückt, um selbstständig die Frequenzen zu regulieren.

Die Theta-Paramater stehen dabei laut Kowalski für Unaufmerksamkeit, Tiefschlaf oder auch Entspannung, die Beta-Parameter hingegen für Aufmerksamkeit. Sind die Werte im gewünschten Bereich, wird das Video eines laufenden Roboters in der Windows- und iPhone-Software ruckelfrei wiedergegeben.

  • Neuroskys Mindwave -Werbebilder zeigen, wie das EEG-Headset eigentlich nicht angelegt werden sollte.
  • Neuroskys Mindwave soll auf der GDC auch Spieleentwickler anlocken - auch auf diesem Bild ist der Sensor ungünstig platziert.
Neuroskys Mindwave -Werbebilder zeigen, wie das EEG-Headset eigentlich nicht angelegt werden sollte.

Biofeedback als Chance - auch fürs Gaming

Laut Kowalski geht es darum, Entspannungssituationen zu erzeugen. Wer etwa als Spinnenphobiker so weit ist, sich mit den Reizen zu konfrontieren, könne auf dem Display ein Spinnenvideo angezeigt bekommen. Und dann trainieren, trotzdem ruhig zu bleiben. Das sei keine Zukunftsmusik, sagte Kowalski. Menschen könnten mit Biofeedback lernen, wie sie Reize bewerten und sich letztlich von ihnen befreien.

Auch wenn günstige EEG-Headsets für den privaten Einsatz kein Ersatz für Maus, Tastatur oder Gamepad werden, könnten sie dabei helfen, Spiele zu entwickeln, bei denen Konzentration geübt wird. Bisher verleiten Spiele laut Kowalski eher dazu, auf möglichst viele Reize zu reagieren und Konzentrationsschwächen zu fördern. Das lässt vermuten, dass EEG-Headsets mit Biofeedback-Erkenntnissen das Gaming doch noch revolutionieren könnten.

Update vom 9. März 2011, 11 Uhr

Die von Kowalski präsentierte Software wird nicht mit dem Mindwave ausgeliefert. Nach Angaben des Herstellers wird „Haus der Aufmerksamkeit 1.0" ab April für 89,- Euro im Handel erhältlich sein. Ab Mai 2011 sollen Softwareversionen verfügbar sein, die Therapeuten für Trainingseinheiten mit Patienten nutzen können.

 Interview: "Der Equalizer fürs eigene Hirn" (Update)

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BrainDoc 15. Mär 2011

Hallo, allgemeine Erfahrungen mit dem Verfahren Neurofeedback schon - allerdings mit...

BrainDoc 07. Mär 2011

Hallo, ein Ableger des MIT in Boston beschäftigt sich schon seit geraumer Zeit mit der...

irata 06. Mär 2011

Besonders amüsant und ironisch finde ich das in Hinblick auf frühe holprige Versuche in...

Hauptauge 04. Mär 2011

sorry, es ist halt Freitag ;-)



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