KDE: Entwickler bleiben Qt treu
Der freie Desktop KDE soll auch in Zukunft auf Qt basieren(öffnet im neuen Fenster) . Nach Nokias Ankündigung, auf Windows Phone 7 zu setzen , hatten Entwickler und Communitymitglieder bereits das Aus für die Klassenbibliothek Qt kommen sehen. Das KDE-Projekt gibt sich davon unbeeindruckt und sieht eine "rosige Zukunft" für Qt.
Bereits 1998 haben die KDE-Entwickler dafür gesorgt, dass Qt für immer der Öffentlichkeit zugänglich bleibt. Mit dem Unternehmen Trolltech, das damals Qt entwickelte, hatten sie eine Lizenzvereinbarung geschlossen. Diese sorgt heute dafür, dass Qt unter der LGPL 2.1 und der GPL 3 verfügbar ist. Sollte Nokia, dem Trolltech mittlerweile gehört, die Entwicklung unter diesen Lizenzen an dem Framework beenden, hat das KDE-Team das Recht, Qt unter einer BSD-Lizenz oder irgendeiner anderen freien Lizenz zu veröffentlichen.
Aber noch ist es nicht so weit. Nokia arbeitet nach wie vor an Qt und unterstützt KDE als Sponsor mit finanziellen Leistungen. Nicht nur deswegen sieht das KDE-Team die Zukunft optimistisch, sondern vor allem wegen der Portabilität der in Qt geschriebenen Programme. Diese laufen mit nur wenigen Änderungen am Quellcode auf vielen verschiedenen Plattformen.
Ihre starke Position beruht nach Ansicht der KDE-Entwickler auf dem Fakt, dass schon heute Programme, die auf ihrem Plasma-Framework aufbauen, in einer Vielzahl von Geräten benutzt werden. Egal ob in Heimcomputern, Tablets, Smartphones oder Computersystemen in Autos. Das Team glaubt, dass kaum ein Konkurrent heute in der Lage ist, ein Framework zur Verfügung zu stellen, mit dem Programme und grafische Oberflächen so einfach für unterschiedliche Plattformen zu entwickeln sind. [von Sebastian Grüner]
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