Schneller Booten: Upstart 1.0 veröffentlicht
Der Entwickler Scott James Remnant(öffnet im neuen Fenster) hat die Version 1.0 des von ihm programmierten Daemons Upstart veröffentlicht. Nachdem alle gewünschten Funktionen implementiert wurden, folgte der Versionssprung vom Entwicklungszweig 0.6 auf die nun stabile Version. Upstart dient als Ersatz für das veraltete Init-System Sysvinit und ist zu diesem komplett abwärtskompatibel.
Upstart arbeitet ereignisorientiert, das heißt, erst beim Eintritt eines Ereignisses werden die für die Funktion notwendigen Jobs gestartet. Ebenso ist Upstart in der Lage, asynchron zu arbeiten. Dadurch können verschiedene Jobs unabhängig von Ereignissen gleichzeitig gestartet oder beendet werden. Verglichen mit dem linear arbeitenden Sysvinit, beschleunigt das den Bootvorgang und vereinfacht die Handhabung von auswechselbarer Hardware wie USB-Sticks.
Upstart wurde zuerst in Ubuntu 6.10 eingeführt. Es ersetzt mittlerweile standardmäßig Sysvinit in Distributionen wie Ubuntu oder Fedora. Einige andere Projekte, wie Opensuse oder Debian, bieten Upstart als zusätzliches Paket in ihren Repositories an. Da Upstart sämtliche Sysvinit-Skripte ausführen kann, sollte das Ersetzen problemlos möglich sein.
Der nächste Schritt zu einem noch schnelleren Init-Daemon steht noch bevor. Der Daemon Systemd, der von einem Red-Hat-Entwickler stammt, wird Standard in der kommenden Fedora-Version 15(öffnet im neuen Fenster) . Die Entwickler des Opensuse-Projekts planten ebenfalls, Systemd in Opensuse 11.4 zu integrieren. Wegen Schwierigkeiten bei der Integration wurde diese Entscheidung jedoch verschoben(öffnet im neuen Fenster) .
Upstart 1.0 steht als Quellcode auf den Webseiten des Projekts(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung. Entsprechende Pakete sollten die verschiedenen Distributionen in Kürze zum Download bereithalten. Nach Aussagen des Entwicklers sollte ein Upgrade ohne Schwierigkeiten durchführbar sein. [von Sebastian Grüner]
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