Australien: Datenbankfehler verhilft Bankkunden zu Extrageld
Eine Störung bei der Datenbanksoftware hat nicht autorisierte Auszahlungen an Geldautomaten in Australien verursacht. Das berichtet das Onlinemagazin Zdnet Australia(öffnet im neuen Fenster) . Über 40 Geldautomaten der Commonwealth Bank zahlten am 1. März 2011 mehr Geld aus, als den Bankkunden zustand, sagte Commonwealth-Bank-Sprecher Bryan Fitzgerald Zdnet Australia.
Kunden konnten ihr Auszahlungslimit überschreiten, weil die Bankautomaten keine Verbindung zum Netzwerk der Bank hatten. Die Störung bei der Commonwealth Bank sprach sich schnell herum, und vor den Bankautomaten bildeten sich lange Warteschlangen.
Doch die Bank habe alle Transaktionen ihrer Kunden aufgezeichnet und werde das Geld zurückfordern, erklärte die Bank weiter. Das Finanzinstitut hätte entschieden, trotz der Softwareprobleme die Geldautomaten nicht abzuschalten, sondern im Offline-Bereitschaftsmodus weiterlaufen zu lassen, damit die Kunden ihre Bankgeschäfte tätigen konnten, sagte Fitzgerald. "Es gab Kunden, die aus dieser Situation Vorteil zogen" , erklärte eine Banksprecherin.
Ein Sicherheitsexperte sagte dem Sydney Morning Herald(öffnet im neuen Fenster) , die Störung hänge mit einem Modernisierungsprojekt bei der Commonwealth Bank zusammen. Die Commonwealth Bank ist die zweitgrößte börsennotierte Bank des Landes.
Die Polizei nahm mehrere Menschen fest, die sich an Geldautomaten verdächtig verhielten. Der 18-jährige Ertem T. bekannte sich schuldig, zusammen mit einem anderen Mann 1.500 australische Dollar (1.097 Euro) aus mehreren Geldautomaten geholt zu haben. Die beiden nutzten zehn Mal binnen einer Stunde drei Geldautomaten. Die Polizei wurde auf sie aufmerksam, weil sie sich in Siegerpose vor der Bank abklatschten.



