Abo
  • Services:

Intel-Treiber sparen Strom

Für Grafikchips und Prozessoren von Intel haben die Entwickler weitere Stromsparfunktionen integriert oder reaktiviert: Für CPUs der Ironlake-Reihe wurde der Self-Refresh-Patch wieder aktiviert, während er für die Sandy-Bridge-Reihe eingepflegt wurde. Laut Entwickler Jesse Barnes verbrauchte sein Laptop mit Ironlake-Chipsatz nach Einpflegen des Patches 0,5 Watt weniger Leistung als zuvor. Zudem erhält der Sandy-Bridge-Treiber Framebuffer-Kompression.

Stellenmarkt
  1. über experteer GmbH, südliches Baden-Württemberg
  2. über experteer GmbH, München

Mit präziseren Zeitstempeln, die unter dem Namen Precision Vblank Timestamps laufen, kann mikrosekundengenau registriert werden, wann ein neues Bild ausgegeben wird. Damit macht die Direct-Rendering-Manager-Infrastruktur einen weiteren Schritt hin zur Konformität mit der Open Media Library. Die Zeitstempel sollen die Synchronisation von Bild und Ton verfeinern und stehen nicht nur für die Videowiedergabe zur Verfügung, sondern verbessern auch die Darstellung von Desktopeffekten. Außerdem sollen die präziseren Zeitstempel Bildstörungen minimieren, etwa Flackern.

Besser vernetzt

Die Broadcom-Treiber-Reihe b43 wurde weiter verbessert und einige von den unterstützten Chipsätzen freigeschaltet. Sie waren in der letzten Kernel-Version noch als funktionsuntüchtig eingestuft worden. Auch etliche Ralink-Treiber der Rt30xx-Serie, die sowohl in USB-Geräten als auch in PCIe-Karten verbaut sind, wurden von den Kernel-Entwicklern als reif eingestuft. Neu hinzugekommen sind beispielsweise WLAN-Chips der 6000er Serie von Intel. Realtek hat Code für seine WLAN-Chipsätze RTL8188CE und RTL8192CE beigesteuert. Der Chip mit dem Namen AR9485 von Atheros wird nun ebenfalls unterstützt.

Der Google-Entwickler Tom Herbert hat analog zu seinen bereits in Kernel 2.6.35 eingereichten RFS-Patches zur Verbesserung des Datendurchsatzes für Netzwerkkarten nun auch das Versenden von Daten beschleunigt. Der XPS-Patch (Transmit Packet Steering) verteilt die Datenlast wie bei den RFS-Patches besser auf mehrere CPU-Kerne.

XFS und Ext3 für SSDs

Die seit der vorangegangenen Linux-Version 2.6.37 vorhandene Batch-Discard-Funktion für SSD-Geräte steht jetzt auch für die Dateisysteme XFS und Ext3 zur Verfügung. Entwickler Christoph Hellwig weist darauf hin, dass die Funktion im Normalbetrieb die Leistung des XFS-Dateisystems reduziert. Btrfs behält weiterhin seinen experimentellen Status und kann zusätzlich per LZO komprimieren statt wie bisher nur über Zlib. Zudem können schreibgeschützte Abbilder erstellt werden.

UDF kommt nun als letztes Dateisystem ohne große Kernel-Sperren aus. Damit fällt eine der letzten Implementierungen des Big Kernel Lock weg, die zum Großteil bereits im letzten Kernel entfernt wurde. Das komprimierte Dateisystem Squashfs kann nun offiziell kernelgestützt mit XZ - vormals LZMA - komprimieren und somit ein wenig mehr Platz auf CD- oder DVD-Images freischaufeln. Der Patch wird allerdings von vielen Distributionen bereits seit längerem verwendet, etwa bei den Ubuntu-CD-Images.

Der Device-Mapper, der für den Zugriff auf zahlreiche Onboard-RAID-Chipsätze verantwortlich ist, wurde erneuert und kann über eine neue Schnittstelle mit dem Software-RAID-System des Kernels (MD, Multiple Devices) kommunizieren. Damit können die RAID-4-, -5- und -6-Treiber aus dem MD-Subsystem mit Device Mapper genutzt werden. Zudem kann der Device-Mapper auf RAID-1-Konfigurationen Discard-Informationen an das Dateisystem weiterleiten. Für die Verschlüsselung verwendet das Modul Dmcrypt die Multicore-Fähigkeiten moderner CPUs. Neue Treiber für die Chipsätze Dove SDHCI von Marvell und 388 SD/MMC von Jmicron haben die Entwickler ebenfalls integriert.

 Linux 2.6.38: Neuer Kernel mit Desktop- und VFS-BeschleunigungXen erweitert, aber noch nicht funktional 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. und Vive Pro vorbestellbar
  2. 105,85€ + Versand

melog1 16. Mär 2011

Seit wann setzt sich etwas durch, was korrekt ist? Oder schreibst du eine SM? Oder doch...

Anonymer Nutzer 16. Mär 2011

jop... ich sammel die Dinger. Mut du mal unseren Andy fragen ;)


Folgen Sie uns
       


Intel NUC8 (Hades Canyon) - Test

Winzig und kraftvoll: der NUC8 alias Hades Canyon.

Intel NUC8 (Hades Canyon) - Test Video aufrufen
Ryzen 5 2600X im Test: AMDs Desktop-Allrounder
Ryzen 5 2600X im Test
AMDs Desktop-Allrounder

Der Ryzen 5 2600X ist eine der besten sechskernigen CPUs am Markt. Für gut 200 Euro liefert er die gleiche Leistung wie der Core i5-8600K. Der AMD-Chip hat klare Vorteile bei Anwendungen, das Intel-Modell in Spielen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Golem.de-Livestream Wie gut ist AMDs Ryzen 2000?
  2. RAM-Overclocking getestet Auch Ryzen 2000 profitiert von schnellem Speicher
  3. Ryzen 2400GE/2200GE AMD veröffentlicht sparsame 35-Watt-APUs

Kryptographie: Der Debian-Bug im OpenSSL-Zufallszahlengenerator
Kryptographie
Der Debian-Bug im OpenSSL-Zufallszahlengenerator

Einer der schwerwiegendsten Fehler in der Geschichte der Kryptographie beschäftigte vor zehn Jahren Nutzer der Debian-Distribution. Wenn man danach sucht, findet man noch heute vereinzelt verwundbare Schlüssel.
Von Hanno Böck


    Recycling: Die Plastikwaschmaschine
    Recycling
    Die Plastikwaschmaschine

    Seit Kurzem importiert China kaum noch Müll aus dem Ausland. Damit hat Deutschland ein Problem. Wohin mit all dem Kunststoffabfall? Michael Hofmann will die Lösung kennen: Er bietet eine Technologie an, die den Abfall in Wertstoff verwandelt.
    Ein Bericht von Daniel Hautmann


        •  /