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Asus: Papp-PCs und Profimonitore mit IPS

Cebit 2011
In Hannover hat Asus schon vor der Eröffnung der Cebit einige neue Produkte vorgestellt. Dazu zählen günstige Monitore mit IPS-Panels und Pivot sowie PC-Gehäuse aus Pappkarton.
/ Nico Ernst
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Bezahlbare Displays mit blickwinkelstabilen IPS-Panels sind ein erster Trend der Cebit 2011: Gleichzeitig wie LG stellte auch Asus zwei derartige Monitore vor. Beide Geräte verfügen über ein P-IPS-Panel im Seitenverhältnis von 16:10 und zeigen 1.920 x 1.200 Pixel an. Das Modell PA238Q bietet 23 Zoll in der Diagonalen, der PA246Q 24 Zoll. Die Monitore sollen besonders günstig sein, allerdings nannte Asus nur für den 24-Zöller einen Preis: Er soll 499 Euro kosten.

Das ist für einen solchen Monitor recht günstig, Asus erreicht das unter anderem durch einen Verzicht auf LED-Beleuchtung. Die Displays werden von herkömmlichen CCFL-Röhren angestrahlt. Auch eine Kalibrierungssoftware oder gar ein Colorimeter liefert der Hersteller nicht mit, aber immerhin Farbprofile für Mac OS X und Windows. Zusätzlich soll jedem Gerät ein Kalibrierungsbericht beiliegen, die Farbtiefe für jeden Kanal beträgt 10 Bit.

Im Verhältnis zum Preis sind die Displays gut ausgestattet, beide verfügen über eine Pivot-Funktion, um schnell ins Hochformat gedreht zu werden. Eine automatische Erkennung der Lage bieten die Asus-Monitore nicht, die Ausrichtung des Inhalts muss der Anwender von Hand vornehmen. Das beherrschen inzwischen aber fast alle aktuellen Grafiktreiber.

Pivot und IPS unter 500 Euro

Die Monitore sind in Neigung, Höhe und Blickwinkel verstellbar, was bei den Messegeräten recht leicht und ohne Wackeln klappte. In der Bildergalerie zu dieser Meldung finden sich auch zwei aufeinanderfolgende Aufnahmen mit gleicher Belichtung von vorne und seitlich. Asus gibt einen Blickwinkel von 178 Grad an.

Mini-ITX im Pappkarton

Bei beiden Monitoren kann auf Knopfdruck ein Raster in Zentimetern oder Zoll eingeblendet werden. Zudem lässt sich der dargestellte Inhalt auf vorgegebene Formate wie A4 skalieren. So können beispielsweise vor das Display gehaltene Ausdrucke 1:1 mit der Anzeige verglichen werden. Asus empfiehlt die Geräte für Grafiker, das Kürzel "PA" in der Modellnummer steht für "ProArt".

Beide Geräte sollen direkt nach der Cebit lieferbar sein. Die Unterschiede zwischen dem 23- und dem 24-Zöller bestehen nur in der Helligkeit und dem beim größeren Modell vorhandenen Cardreader. Das kleinere Display kommt auf 250 Candela pro Quadratmeter, der PA246Q auf 400. Als Anschlüsse stehen DVI, Displayport, HDMI und VGA zur Verfügung, zwischen den Eingängen wird mit einer eigenen Taste umgeschaltet.

Am ganz anderen Ende der Preisskala für die Geräteklasse dürfte sich ein neues PC-Gehäuse von Asus bewegen – es besteht nämlich aus Karton. Einen Preis nannte das Unternehmen zwar nicht, bekräftigte aber, dass der Papp-PC bald auf den Markt kommen soll. Er nimmt ein Mini-ITX-Mainboard auf, über das noch ein Laufwerksträger montiert werden kann.

Externes Netzteil und AMD- oder Intel-CPUs

Einen Lüfter liefert Asus nicht mit, der ist wegen der guten Wärmeisolierung von Karton aber dringend zu empfehlen. Das Netzteil kann auch nicht entlüften, denn es ist als externes Modell vorgesehen.

Drei Mini-ITX-Boards stehen zur Wahl, bei den Modellen mit Atom D525 oder AMDs "Zacate" E-350 (jeweils Dual-Core) sind die Prozessoren fest verlötet und mit einem passiven Kühler samt Heatpipes versehen. Das dritte Board für Intels Core i3 mit Sandy-Bridge-Kern verfügt über einen offenen Sockel LGA1156. Preise für diese Geräte nannte Asus noch nicht.


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