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Windows 7: Probleme bei der Installation von SP 1 auf Linux-Rechnern

Unter Dualboot-Installationen mit Windows 7 und Linux kann es zu Problemen bei der Installation des Service Packs 1 kommen. Der Fehler tritt dann auf, wenn der Service-Pack-Installer die Konfiguration des Windows-Bootloaders nicht findet.
/ Jörg Thoma
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Auf Dual-Boot-Systemen mit parallel installiertem Windows 7 und Linux verweigert unter Umständen das Service Pack 1 die Installation mit der Fehlermeldung 0x800F0A12. Der Fehler tritt auf, wenn die Konfigurationsdatenbank BCD Store des Windows Bootloaders nicht auf einer als aktiv markierten Partition liegt. Einige Linux-Distributionen ändern bei der Installation den Aktiv-Flag. Probleme gibt es aber auch, wenn der Windows-Bootloader auf einer anderen Festplatte liegt als der Grub-Bootloader und Windows über Grub gestartet wird. Dann verweigert SP 1 die Installation auch, wenn die richtige Partition aktiv ist.

Wer den Fehler über die von Windows angebotene Hilfe nachschlägt, erhält die auf der entsprechenden Webseite(öffnet im neuen Fenster) zwar halbwegs sachdienlichen Hinweise, allerdings unter einem anderen Fehlercode.

Je nach Windows-Installation liegt die Konfigurationsdatenbank BCD Store in einer eigenen versteckten Systempartition, die etwa 100 MByte beträgt oder auf der primären Windows-Partition – meist mit dem Laufwerksbuchstaben "C" versehen. In der Datenträgerverwaltung ist die versteckte Partition sichtbar und kann dort auch nachträglich als aktiv markiert werden.

Das Problem tritt auch dann auf, wenn der Windows-Bootloader im MBR einer anderen Festplatte installiert ist als der später von Linux eingerichtete Bootloader Grub. Grub fügt meist eine Verknüpfung zum Windows-Bootloader hinzu. Wird Windows 7 dann über Grub gestartet statt über den MBR der Systempartition, findet der Installer BCD Store ebenfalls nicht. Hier reicht es, über das BIOS die entsprechende Festplatte auszuwählen und nochmals sicherzustellen, dass die entsprechende Windows-Partition als aktiv markiert ist.


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