Gaikai: Spielestreaming im Browser gestartet
Nur wenige Klicks, ein kleines Plugin – und schon läuft Mass Effect 2 , das sonst leistungsfähige PC-Hardware voraussetzt, einfach so im Browser. Möglich macht das der Streamingdienst Gaikai.com , der nun in einer Art offener Betaphase jedem Interessierten anbietet, das interaktive Intro von Biowares Rollenspiel auszuprobieren. Im Versuch von Golem.de lief das Intro auf einem Laptop mit Grafikchip von Intel weitgehend flüssig und ohne sichtbare Kompressionsartefakte. Eingaben per Maus und Keyboard hatten eine gerade noch spürbare, aber nicht weitere störende Verzögerung.
Die Demoversion von Mass Effect 2 lässt sich direkt über die Startseite von Gaikai(öffnet im neuen Fenster) starten – allerdings erscheint die Schaltfläche nur, wenn die technischen Voraussetzungen stimmen, sprich: Java und Flash, sowie eine ausreichend schnelle Internetverbindung. Obwohl der Dienst von Gaikai später auch über Geräte wie das iPhone funktionieren soll, ist das derzeit noch nicht möglich. Weitere Demoversionen stehen von Dead Space 2(öffnet im neuen Fenster) , Spore(öffnet im neuen Fenster) , Die Sims 3(öffnet im neuen Fenster) und Second Life(öffnet im neuen Fenster) bereit.
Ob die Internetverbindung schnell genug ist, hängt nicht nur von der jeweils gewählten Anschlussart ab, sondern vor allem von der Nähe zu den Rechenzentren von Gaikai. 24 Serverfarmen in zwölf Ländern betreibt das Unternehmen derzeit zusammen mit seinem Partner Limelight Networks, weitere in allen größeren Städten der Welt sollen hinzukommen. Das schreibt Gaikai-Mitgründer Dave Perry in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) .

Gaikai möchte mit seinem Dienst den Publishern von Spielen eine Möglichkeit geben, einfacher mit spielbaren Demoversionen zu werben. Künftig sollen die Hersteller überall im Netz an passender Stelle – etwa unter einem Spieletest – einfach ein Fenster mit der Demo einbetten können, nach deren Ende der Kunde auf Wunsch zu einem Onlineshop weitergeleitet wird, wo er die Vollversion kaufen kann.
Gaikai funktioniert ähnlich wie das bislang nur in den USA verfügbare Onlive , indem die Berechnung der Grafik von PC-Spielen auf leistungsstarke Server ausgelagert wird. Das Ergebnis wird stark komprimiert auf den Rechner des Nutzers geschickt, der dann seine Eingaben vornimmt.