Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Arbeitsmarkt: Gehälter in der ITK-Branche steigen nur um 1,5 Prozent

Die deutsche ITK-Branche hält sich gut in der Weltwirtschaftskrise, doch die Gehälter der Beschäftigten legen kaum zu. Für Hardwareentwickler gab es nach einer aktuellen Studie im Durchschnitt sogar einen Rückgang.
/ Achim Sawall
18 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Proteste in der IT-Branche (Bild: IG Metall)
Proteste in der IT-Branche (Bild: IG Metall)

Laut der Entgeltanalyse 2011 der IG Metall(öffnet im neuen Fenster) sind die Löhne und Gehälter in der ITK-Branche nur sehr gering angewachsen. "Trotz Aufschwung in der IT- und Telekommunikationsbranche sind die Gehälter bei IT-Experten nur moderat gestiegen", sagte Helga Schwitzer vom Vorstand der Gewerkschaft. Die geringere Steigerung ergebe sich über alle untersuchten Unternehmen und Jobs hinweg. Ausgewertet wurden 27.000 Daten aus 118 Betrieben.

Die Durchschnittsgehälter von IT-Sachbearbeitern, -Controllern und -Vertriebsexperten sind demnach stärker gestiegen als die Gehälter in den Bereichen Service-, Hardware- und Softwareentwicklung. Deutliche Erhöhungen zeigten sich im Vertrieb mit 9,9 Prozent, im kaufmännischen Bereich mit 5,9 Prozent und in Callcentern mit 3,2 Prozent.

Nur wenig mehr verdienten Beschäftigte aus den Bereichen Marketing und Servicetechnik, deren Einkommen zwei Prozent zulegten. Fast unverändert sind die Gehälter im Service-Management mit einem Plus von 0,5 Prozent und im Software-Engineering mit einem sehr mageren Zuwachs von 0,1 Prozent. Für Rechenzentrumsmitarbeiter gab es sogar ein Minus von 0,3 Prozent und in der Hardwareentwicklung sank das Durchschnittseinkommen um 0,5 Prozent.

Die Frauenquote in der ITK-Branche fiel sogar auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren. Besonders stark nahm der Frauenanteil bei den typischen IT-Ausbildungsberufen ab. Die Zahl der männlichen Auszubildenden zeigte ein Minus von 1,1 Prozent, die Zahl der weiblichen Auszubildenden sank sogar um 3,9 Prozent. Laut Bundesinstitut für berufliche Bildung fiel die Frauenquote in der Branche mit einem Anteilswert von acht Prozent aller Ausbildungsverträge damit auf den niedrigsten Wert seit Jahren. Positiv ist die Gehaltsentwicklung für Frauen, die sich dem Einkommen der Männer annähert.


Relevante Themen