Abo
  • Services:

Wikileaks

Paypal gibt Soli-Konto für Bradley Manning wieder frei

Nach massenhaften Protesten ist der Paypal-Account der Gruppe Courage to Resist wieder frei. Die Antikriegsaktivisten sammeln Geld für den Soldaten und Analysten Bradley Manning, der Kriegsverbrechen der USA aufgedeckt haben soll.

Artikel veröffentlicht am ,
Courage to Resist in Aktion (Bild: Courage to Resist)
Courage to Resist in Aktion (Bild: Courage to Resist)

Der Bezahldienstleister Paypal hat das Konto einer Gruppe wieder freigegeben, die Geld für Bradley Manning sammelt. 10.000 Menschen hatten zuvor eine Petition an Paypal unterzeichnet, damit die eBay-Tochter die Sperrung aufhebt.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Abstatt
  2. Hays AG, Frankfurt am Main

Paypal erklärte, dass die Sperrung des Kontos der Gruppe Courage to Resist keine politischen Gründe gehabt habe. Gemeinnützige Organisationen müssten ein Bankkonto mit ihrem Paypal-Account verbinden. Jeff Paterson von Courage to Resist gab an, dass die Finanzrichtlinien seiner Organisation es nicht erlaubten, Dritten Zugang zu den Konten der Gruppe zu gewähren. "Auch habe ich kein Vertrauen in Paypal als eine Wirtschaftseinheit, die Verantwortung trägt für Strafaktionen gegen Wikileaks", sagte Paterson. "Wir haben fast einen Monat damit verbracht, diese Angelegenheit mit Paypal-Managern zu erörtern."

Im Dezember 2010 hatte Paypal das Konto von Wikileaks permanent gesperrt: Die Enthüllungsplattform sei an illegalen Aktivitäten beteiligt und verstoße somit gegen die Nutzungsbedingungen, so die Begründung des Bezahldienstes.

Der US-Soldat Manning soll Wikileaks brisantes Material zugespielt haben, indem Morde an Zivilisten und andere Übergriffe wie Folter im Irak und in Afghanistan dokumentiert sind. Der Analyst soll die Daten von SIPRNet-Computern heruntergeladen haben. Seit Juli 2010 sitzt Manning auf dem Marinestützpunkt Quantico südlich von Washington in einer Zelle und soll wegen Weitergabe militärischer Geheimnisse angeklagt werden.

Amnesty International hatte Bedenken angemeldet, falls die US-Regierung versuchen sollte, eine Person zu bestrafen, die aus Gewissensgründen auf verantwortliche Weise Informationen weitergegeben habe. Der Geheimdienstanalyst habe im guten Glauben gehandelt, dass es sich um Beweismaterial zu Menschenrechtsverletzungen handele, die die Regierung vor der Öffentlichkeit geheim zu halten versuchte.

Im Januar 2011 warf die Menschenrechtsorganisation der US-Regierung die unmenschliche Behandlung von Manning vor und forderte die Lockerung der äußerst strengen Haftbedingungen für den 23-Jährigen. Er muss 23 Stunden täglich in seiner Einzelzelle verbringen. Für Manning - von dem keine Gewalttätigkeit bekannt ist und dem sein offizieller Militärpsychiater bescheinigt, keinen besonderen Schutz vor Selbstverletzung zu brauchen - gilt die höchste Sicherheitsstufe. Er bekommt laut Amnesty International weder Polster noch Decken, unterliegt Schlafbeschränkungen und wird alle fünf Minuten von einem Wächter angesprochen. Im Januar wurden demnach Manning wegen Suizidgefahr auch die Kleidung bis auf die Unterwäsche und seine Brille abgenommen. Seine Haftbedingungen "verletzen die Verpflichtungen der USA, Häftlinge menschlich zu behandeln", sagte Susan Lee, Direktorin des Amerika-Programms im Internationalen Sekretariat von Amnesty International in London.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 54,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 14.11.)
  2. (-70%) 5,99€
  3. 39,99€ (Release 14.11.)

irata 26. Feb 2011

Hab letztens einen interessanten Bericht über die Todesstrafe gehört. Von...

d-.-b 26. Feb 2011

Oder in der Bibel. *rofl* ~ d-.-b ~ Link (www.welt.de) : http://www.welt.de/wissenschaft...

azeu 26. Feb 2011

der ehrliche ist halt der dumme. was erwartet man auch in einer gesellschaft, wo man als...

Guttroll 26. Feb 2011

Firmen wie PayPal sind der Grund warum man dringend Medienkompetenz & Konsumkompetenz...

book 25. Feb 2011

Wer die Original-Aussage über die Haftbedingungen lesen will, sollte die Website seines...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Thinkpad X1 Extreme - Hands on (Ifa 2018)

Das Lenovo Thinkpad X1 Extreme wird das neue Top-Notebook des Unternehmens. Wir haben es samt Docking-Station auf der Ifa 2018 ausprobiert.

Lenovo Thinkpad X1 Extreme - Hands on (Ifa 2018) Video aufrufen
Red Dead Redemption 2 angespielt: Mit dem Trigger im Wilden Westen eintauchen
Red Dead Redemption 2 angespielt
Mit dem Trigger im Wilden Westen eintauchen

Überfälle und Schießereien, Pferde und Revolver - vor allem aber sehr viel Interaktion: Das Anspielen von Red Dead Redemption 2 hat uns erstaunlich tief in die Westernwelt versetzt. Aber auch bei Grafik und Sound konnte das nächste Programm von Rockstar Games schon Punkte sammeln.
Von Peter Steinlechner

  1. Red Dead Redemption 2 Von Bärten, Pferden und viel zu warmer Kleidung
  2. Rockstar Games Red Dead Online startet im November als Beta
  3. Rockstar Games Neuer Trailer zeigt Gameplay von Red Dead Redemption 2

Gesetzesentwurf: So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen
Gesetzesentwurf
So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen

Obwohl nach Inkrafttreten der DSGVO eine Abmahnwelle ausgeblieben ist, will Justizministerin Barley nun gesetzlich gegen missbräuchliche Abmahnungen vorgehen. Damit soll auch der "fliegende Gerichtsstand" im Wettbewerbsrecht abgeschafft werden.
Von Friedhelm Greis


    Grafikkarten: Das kann Nvidias Turing-Architektur
    Grafikkarten
    Das kann Nvidias Turing-Architektur

    Zwei Jahre nach Pascal folgt Turing: Die GPU-Architektur führt Tensor-Cores und RT-Kerne für Spieler ein. Die Geforce RTX haben mächtige Shader-Einheiten, große Caches sowie GDDR6-Videospeicher für Raytracing, für Deep-Learning-Kantenglättung und für mehr Leistung.
    Ein Bericht von Marc Sauter

    1. Tesla T4 Nvidia bringt Googles Cloud auf Turing
    2. Battlefield 5 mit Raytracing Wenn sich der Gegner in unserem Rücken spiegelt
    3. Nvidia Turing Geforce RTX 2080 rechnet 50 Prozent schneller

      •  /