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Trackingschutz: W3C greift Microsofts Vorschlag für eine Trackingabwehr auf

Das World Wide Web Consortium (W3C) greift Microsofts Vorschlag für einen Trackingschutz, wie er im Internet Explorer 9 umgesetzt ist, auf. Anwender können bestimmen, welche Webseiten Informationen über den Nutzer sammeln dürfen.
/ Jens Ihlenfeld
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Der von Microsoft beim W3C eingereichte Vorschlag(öffnet im neuen Fenster) für eine Trackingabwehr enthält zwei Komponenten: eine schwarze Liste, anhand derer der Download von Inhalten Dritter über Scripte und Iframes blockiert wird und einen HTTP-Header, der den Willen des Nutzers, nicht getrackt zu werden, zum Ausdruck bringt.

Die von Microsoft im Internet Explorer 9 umgesetzte Trackingabwehr nutzt White- und Blacklists. In einer geöffneten Webseite können Anwender direkt im Browser bestimmen, welchen Quellen sie vertrauen und welchen sie keine Daten zur Verfügung stellen wollen. Da es sich zumeist um Elemente auf einer Webseite handelt, werden diese nicht mehr angezeigt, wenn sie in der Blacklist geführt sind. Die Listen enthalten die Webadressen, die von Microsoft aktuell gehalten werden. Allerdings muss diese Trackingabwehr vom Nutzer aktiviert werden, da sie in der Standardeinstellung abgeschaltet ist.

Die zweite Komponente, die Microsoft als "Do Not Track User Preference" bezeichnet, ähnelt dem Vorschlag von Mozilla , der mit Firefox 4 umgesetzt wird: Nutzer können Webseiten über einen Header mitteilen, dass sie kein Tracking durch Werbenetzwerke wünschen. Damit können die Nutzer mitteilen, dass für die Werbung ihr Surfverhalten - wie es bei Behavioral Targeting üblich ist - nicht aufgezeichnet werden soll.

Neben dem Header will Microsoft die Information auch im DOM unter document.navigator.doNotTrack zur Verfügung stellen.

Das W3C wird sich nun mit dem Vorschlag befassen(öffnet im neuen Fenster) und gegebenenfalls einen entsprechenden Webstandard entwickeln.


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