Stiftung Warentest

Hotlines der Telekomunternehmen sind nicht gut

Die Telekombetreiber bilden ihre Hotlinemitarbeiter nicht ausreichend aus. Die Stiftung Warentest hat die Callcenter von zehn Datenstickanbietern mit gängigen Problemen konfrontiert. Komplett gelöst wurde nur knapp ein Drittel.

Artikel veröffentlicht am ,
Callcentermitarbeiter (Bild: Stiftung Warentest)
Callcentermitarbeiter (Bild: Stiftung Warentest)

Die Hotlines der Telekommunikationsunternehmen und der TV-Kabelnetzbetreiber haben in einem Test der Stiftung Warentest keine guten Bewertungen erhalten. Keine der zehn getesteten Hotlines von EWE Tel, Deutsche Telekom, Telefónica O2, Kabel Deutschland, 1&1, Netcologne, Vodafone, Hansenet-Alice, Kabel BW und Versatel bekamen das Urteil gut.

1&1, die Deutsche Telekom und Vodafone ließen sich auch die Zeit in der Warteschleife bezahlen. So war für die Tester bei diesen Anbietern das Warten teurer als das Gespräch mit dem Callcenter. Bei Hansenet und O2 ist die Zeit in der Warteschleife genauso teuer wie das Fragen. Am besten erreichbar waren alle Hotlines von 13 bis 15 Uhr.

"Die durchschnittliche Wartezeit lag bei fünf Minuten. Bei Versatel dauerte es jedoch 34 Minuten, bis sich ein Berater persönlich um den Kunden kümmerte", sagen die Warentester. Testsieger wurden die Telekom und EWE Tel. Besonders schwach waren der Kabelnetzbetreiber Kabel BW und Versatel.

Gefragt wurde nach Extras zur Anrufweiterleitung, Dreierkonferenz und Rufnummernübermittlung, Anbieterwechsel, Kinderhandy mit Ausgabelimit und Sperre für Videos, Verschicken hochaufgelöster Bilder, Verträge für Internetsticks, mobile Datenübertragungsrate mit Datensticks in Berlin und technischen Problemen mit der mobilen Internetverbindung. Komplett gelöst wurde nur knapp ein Drittel der Probleme. "Die Mitarbeiter zeigten sich nicht ausreichend geschult", so die Warentester, was zulasten des Kunden ging. Die Freundlichkeit der Callcenterbeschäftigten wurde dagegen meist mit gut bewertet.

Die Kosten pro Frage und Antwort im Festnetz lagen durchschnittlich bei 69 Cent. Am teuersten war Telefónica O2 mit durchschnittlich 1,70 Euro. Vom Mobiltelefon mit Telefónica-O2-Vertrag aus wären die Fragen kostenlos gewesen.

Die große Mehrheit der Beschäftigten in Callcentern ist mit ihrer Arbeit unzufrieden. Das ging aus einer Umfrage der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi vom Februar 2011 hervor. Danach beklagen 83 Prozent in 13 Callcentern mit insgesamt 7.500 Beschäftigten "schlechte Arbeitsbedingungen". 78,4 Prozent fühlen sich "leer und ausgebrannt". 75,9 Prozent der Befragten halten ihre Bezahlung für nicht angemessen, viele benötigten deshalb einen Zweitjob oder zusätzlich staatliche Hilfe.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Freitagsschreib... 25. Feb 2011

Und um da gleich noch eins obendrauf zu setzen: Für den Kurs, den CC-Mitarbeiter bezahlt...

Charles Marlow 25. Feb 2011

Und wer der Meinung ist, dort sitzen nur "Schwachmaten" herum, darf es gern einmal selber...

antares 25. Feb 2011

Ich melde hiermit prior art an. Habe es schon 5 minuten vor Captain Obvious gewusst!

Rohde 24. Feb 2011

Meine Erfahrungen als ehemaliger Kunde waren durchweg positiv. Ich bin nie in einer...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /