Abo
  • Services:

Wolfenstein: Ray Traced in der Cloud

Auf den Servern läuft eine modifizierte deutsche Version des Shooters Wolfenstein, Wolfenstein: Ray Traced, die eine experimentelle Raytracing-Engine von Intel Labs und detailliertere 3D-Modelle und eigene Shader verwendet. Die eigentliche Grafikberechnung erfolgt dabei auf den Knights-Ferry-Steckkarten. In den Tests hat sich laut Intel herausgestellt, dass es für kommerzielle Projekte am besten wäre, den Servern die Berechnung unterschiedlicher Bildbereiche (Tile-based Rendering) zu übertragen.

Stellenmarkt
  1. BIOTRONIK SE & Co. KG, Berlin
  2. Versicherungskammer Bayern, München

Bisher hat Intels Raytracing-Team nur die verteilte Berechnung aufeinanderfolgender Einzelbilder (Alternate Frame Rendering) realisiert. Das ist zwar einfacher als die gemeinsame Berechnung eines Einzelbildes, führt aber zu merklichen Verzögerungen beim Spielen. Bei vier Servern führt das laut Pohl zu einer Latenz von drei Bildern, was sich bei einer Bildrate von 60 Hz auf 50 ms addiert. Durch Double-Buffering steigt die Verzögerung sogar auf 117 ms an.

  • Szene aus Wolfenstein mit Raytracing-Grafik aus der Cloud (Bild: Intel)
  • Szene aus Wolfenstein mit Raytracing-Grafik aus der Cloud (Bild: Intel)
  • Szene aus Wolfenstein mit Raytracing-Grafik aus der Cloud (Bild: Intel)
  • Szene aus Wolfenstein mit Raytracing-Grafik aus der Cloud (Bild: Intel)
  • Szene aus Wolfenstein mit Raytracing-Grafik aus der Cloud (Bild: Intel)
  • Szene aus Wolfenstein mit Raytracing-Grafik aus der Cloud (Bild: Intel)
Szene aus Wolfenstein mit Raytracing-Grafik aus der Cloud (Bild: Intel)

Pläne für die Zukunft

Eine verbesserte Version von Intels cloudbasiertem Raytracing müsste deshalb auf Tile-based-Rendering setzen. Pohl zufolge würde dabei die Berechnung der Einzelbilder in kleine Kacheln mit 32 x 32 oder 64 x 64 Bildpunkten aufgeteilt. Das erfordert dann einen ausgeklügelten Algorithmus, um ein genaue Lastverteilung (Load Balancing) zwischen den Servern zu erzielen. Dabei ist dann etwa zu berücksichtigen, dass nicht alle Bildbereiche gleich schnell berechnet werden können. Der Aufwand lohnt sich jedoch, da die Latenz dann deutlich geringer ist und die Spielsteuerung präziser wird.

Post-Processing-Effekte wie HDR oder Schärfentiefe fehlen noch, könnten aber ebenso wie eine Kantenglättung noch hinzugefügt und auf den Knights-Ferry-Karten berechnet werden.

Für einen kommerziellen Einsatz über das Internet muss laut Pohl wegen der geringeren Netzwerkbandbreite auf Codecs wie H.264 gesetzt werden. Ab einer Bandbreite von 5 MBit/s kann Pohl zufolge bereits eine vernünftige Bildqualität erzielt werden. Bei höheren Bandbreiten würden die meistens Codecs auch problemlos eine bessere Bildqualität erzielen. Mit H.264-Kompression wären zudem auch Tablets, Netbooks oder einfache Set-Top-Boxen als Spielclients geeignet.

Auf dem Mobile World Congress 2011 zeigte HTC sein Android-Tablet HTC Flyer, auf den mittels Onlive auf dem 7-Zoll-Touchscreen unter anderem der PC-Shooter Unreal Tournament 3 gestreamt werden kann - allerdings noch mit herkömmlicher Rasterizer-Spielgrafik, nicht mit Raytracing. Mit der Spielerfahrung auf einem hochgezüchteten Spiele-PC wird das nicht zu vergleichen sein.

 Intel: Raytracing-Spielegrafik aus der Cloud
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. 39,99€ statt 59,99€
  3. und 25€ Steam-Gutschein erhalten

irata 25. Feb 2011

Moore's Law bezieht sich auf die Verdoppelung der Transistoren, was aber nicht unbedingt...

GITNE 24. Feb 2011

Technisch und Wahrnehmungspsychologisch mag das stimmen, allerdings wenn man die...

gorsch 24. Feb 2011

OnLive benutzt ganz normale PC-Hardware und nur leicht angepasste PC-Software, das...

H-D-F 24. Feb 2011

Da spricht der Fachmann! ...oO(Wartet mal, mir wächst ne Radarschüssel aus'm Arsch...

Tapsi 24. Feb 2011

Schon alleine das ist der Grund warum das eher unwahrscheinlich ist. Ich denke die...


Folgen Sie uns
       


Street Fighter 30th Anniversary Collection - Live

Die Spezialmanöver Ha-Do-Ken und Sho-Ryu-Ken sind tief in den Gehirnen von Beat'em-up-Fans verankert. Im Livestream holt sie Golem.de-Redakteur Michael Wieczorek hervor und wird versuchen, sie mit dem neuen Arcade Stick von Lioncast für die Konsole umzusetzen.

Street Fighter 30th Anniversary Collection - Live Video aufrufen
Volocopter 2X: Das Flugtaxi, das noch nicht abheben darf
Volocopter 2X
Das Flugtaxi, das noch nicht abheben darf

Cebit 2018 Der Volocopter ist fertig - bleibt in Hannover aber noch am Boden. Im zweisitzigen Fluggerät stecken jede Menge Ideen, die autonomes Fliegen als Ergänzung zu anderen Nahverkehrsmitteln möglich machen soll. Golem.de hat Platz genommen und mit den Entwicklern gesprochen.
Von Nico Ernst

  1. Ingolstadt Flugtaxis sollen in Deutschland erprobt werden
  2. Urban Air Mobility Airbus gründet neuen Geschäftsbereich für Lufttaxis
  3. Cityairbus Mit Siemens soll das Lufttaxi abheben

Hacker: Was ist eigentlich ein Exploit?
Hacker
Was ist eigentlich ein Exploit?

In Hollywoodfilmen haben Hacker mit Sturmmasken ein ganzes Arsenal von Zero-Day-Exploits, und auch sonst scheinen die kleinen Programme mehr und mehr als zentraler Begriff der IT-Sicherheit verstanden zu werden. Der Hacker Thomas Dullien hingegen versucht sich an einem theoretischen Modell eines Exploits.
Von Hauke Gierow

  1. IoT Foscam beseitigt Exploit-Kette in Kameras
  2. Project Capillary Google verschlüsselt Pushbenachrichtigungen Ende-zu-Ende
  3. My Heritage DNA-Dienst bestätigt Datenleck von 92 Millionen Accounts

CD Projekt Red: So spielt sich Cyberpunk 2077
CD Projekt Red
So spielt sich Cyberpunk 2077

E3 2018 Hacker statt Hexer, Ich-Sicht statt Dritte-Person-Perspektive und Auto statt Pferd: Die Witcher-Entwickler haben ihr neues Großprojekt Cyberpunk 2077 im Detail vorgestellt.
Von Peter Steinlechner


      •  /