• IT-Karriere:
  • Services:

Musikindustrie

Vorstoß für Musikdownloads in höherer Qualität

Jimmy Iovine, Chef des Labels Interscope, will seinen Mutterkonzern Universal Music dazu bewegen, legale Downloads mit höherer Qualität anzubieten. Apple unterstützt ihn dabei, so dass vielleicht bald der Download besser klingt als die CD.

Artikel veröffentlicht am ,
Portabler 24/96-Recorder von M-Audio
Portabler 24/96-Recorder von M-Audio

Iovine hat CNN gesagt, er bereite gerade mit Apple und anderen Downloadanbietern einen Wechsel zu 24-Bit-Dateien vor. Bisher basieren alle legalen Downloadangebote auf dem technisch überholten CD-Standard, der eine Auflösung von 16 Bit bei einer Abtastrate von 44,1 Kilohertz vorsieht.

Stellenmarkt
  1. Landeshauptstadt Stuttgart, Stuttgart
  2. Bayerische Versorgungskammer, München

In der Musikproduktion wird aber längst mit höherwertigen Formaten gearbeitet, üblich sind 24 Bit Auflösung bei 96 oder 192 Kilohertz Abtastrate. Das ist nicht unbedingt wegen audiophiler Endprodukte vorgesehen, sondern hat im Produktionsprozess handfeste Vorteile. So entstehen beispielsweise mit höheren Auflösungen beim digitalen Mischen weniger Aliasing-Effekte.

Für die Masterdateien, aus denen CDs und Downloadangebote entstehen, müssen die 24-Bit-Dateien aus dem Studio am Ende der Produktion wieder auf 16 Bit und 44,1 Kilohertz heruntergerechnet werden. Jimmy Iovine findet das widersinnig. Auf die Frage von CNN, warum die Musikindustrie ihren Vertriebspartnern keine bessere Qualität zur Verfügung stelle, antwortete Iovine ironisch: "Warum? Ich weiß es nicht. Nicht, weil sie Genies sind."

Iovine erklärte aber nicht, in welchem Format künftig Downloads angeboten werden sollen. Zwar beherrschen Verfahren wie AAC auch höherwertiges komprimiertes Audio. Dass sich die Labels aber zu unkomprimierten Dateien nach FLAC oder Apple Lossless hinreißen lassen, erscheint eher unwahrscheinlich. Diese Formate stünden Masterdateien in nichts nach.

Noch keine Festlegung des Formats

Zudem können mobile Geräte für Endanwender wie Mediaplayer und Smartphones derzeit mit allem jenseits von 16 Bit nichts anfangen. Das ließe sich zwar auf entsprechend schnellen Geräten in Echtzeit herunterrechnen, widerspricht aber dem Sinn der Sache und senkt die Akkulaufzeiten. Ein Sony-Manager sagte CNN zudem, die meisten Konsumenten interessierten sich nicht für bessere Qualität ihrer Musik, sondern nur für leichteren Zugang zu den Inhalten.

Das sieht Jimmy Iovine nach 40 Jahren im Musikgeschäft natürlich ganz anders. Er arbeitete als Produzent unter anderem mit U2 und Tom Petty und wandte sich in der jüngeren Vergangenheit dem Hip-Hop zu. Zusammen mit Dr. Dre betreibt Iovine seit 2008 das Unternehmen Beats Audio, das anfangs vor allem mit hochwertigen Kopfhörern erfolgreich war. Inzwischen vertreibt Beats Audio auch Hard- und Softwarepakete für die PC-Industrie, die unter anderem HP in seinen Rechnern einsetzt.

Highresaudio

Interessierte müssen nicht auf Universal Music warten, um Musik in höherer Qualität als Download erwerben zu können. Der deutsche Anbieter Highresaudio ermöglicht das bereits seit Anfang Februar 2011. Die Alben und Musikstücke liegen verlustfrei komprimiert im Flac- und unkomprimiert im Wave-Format vor - jeweils in 24-Bit-Auflösung und ohne Kopierschutz. Bei Stereoaufzeichnungen werden Abtastraten zwischen 88,2 und 192 kHz geboten, bei Flac-Dateien mit 5.1-Kanal-Ton sind es pro Kanal 96 kHz.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 35,99€
  2. (aktuell u. a. Asus VG248QZ Monitor für 169,90€, Cryorig QF140 Performance PC-Lüfter für 7...
  3. 39,09€
  4. 59,00€ (Bestpreis!)

Seitan-Sushi-Fan 24. Feb 2011

Es ist eine ISO-Norm. Unsinn. Schau Dir WebM an: Google und seine Fanboys brüllen zwar...

ichundso 24. Feb 2011

Das hat doch damit nichts zu tun. Wenn man sich ansieht wie die meisten Menschen Musik...

Replay 24. Feb 2011

Man braucht keine 1000 Euro ausgeben. Einen durchaus ordentlichen Kopfhörer bekommt man...

abcdewi 24. Feb 2011

Das eigentliche was ich sagen wollte, ich habe einfach nur die Befürchtung, dass jetzt...

Charles Marlow 24. Feb 2011

Oder sie wollen so ihr "Nutzungsrecht statt Eigentum"-Modell flächendeckend(er) durchsetzen.


Folgen Sie uns
       


Atari Portfolio angesehen

Der Atari Portfolio war einer der ersten Palmtop-Computer der Welt - und ist auch 30 Jahre später noch ein interessanter Teil der Computergeschichte. Golem.de hat sich den Mini-PC im Retrotest angeschaut.

Atari Portfolio angesehen Video aufrufen
Power-to-X: Sprit aus Ökostrom, Luft und Wasser
Power-to-X
Sprit aus Ökostrom, Luft und Wasser

Die Energiewende ist ohne synthetische Treibstoffe nicht zu schaffen. In Karlsruhe ist eine Anlage in Betrieb gegangen, die das mithilfe von teilweise völlig neuen Techniken schafft.
Ein Bericht von Wolfgang Kempkens

  1. The Ocean Cleanup Interceptor fischt Plastikmüll aus Flüssen
  2. The Ocean Cleanup Überarbeiteter Müllfänger sammelt Plastikteile im Pazifik

Red Dead Redemption 2 für PC angespielt: Schusswechsel mit Startschwierigkeiten
Red Dead Redemption 2 für PC angespielt
Schusswechsel mit Startschwierigkeiten

Die PC-Version von Red Dead Redemption 2 bietet schönere Grafik als die Konsolenfassung - aber nach der Installation dauert es ganz schön lange bis zum ersten Feuergefecht in den Weiten des Wilden Westens.

  1. Rockstar Games Red Dead Redemption 2 belegt 150 GByte auf PC-Festplatte
  2. Rockstar Games Red Dead Redemption 2 erscheint für Windows-PC und Stadia
  3. Rockstar Games Red Dead Online wird zum Rollenspiel

Nitrokey und Somu im Test: Zwei Fido-Sticks für alle Fälle
Nitrokey und Somu im Test
Zwei Fido-Sticks für alle Fälle

Sie sind winzig und groß, sorgen für mehr Sicherheit bei der Anmeldung per Webauthn und können gepatcht werden: Die in Kürze erscheinenden Fido-Sticks von Nitrokey und Solokeys machen so manches besser als die Konkurrenz von Google und Yubico. Golem.de konnte bereits vorab zwei Prototypen testen.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. iOS 13 iPhone bekommt Webauthn per NFC
  2. Webauthn unter Android ausprobiert Dropbox kann, was andere nicht können

    •  /