Computerspielpreis: Neues Verfahren für Kritikkategorie "Internationales Spiel"
Bei den bislang zwei Verleihungen des Deutschen Computerspielpreises hat die Kategorie des "besten internationalen Spiels" Ärger provoziert. Grund: Der von der Bundesregierung unterstützte Preis ging nicht an die von den Spielern und Fachleuten favorisierten Titel, sondern aus politischen Gründen an Spiele, bei denen das Thema Gewalt keine Rolle spielte. Das dürfte künftig anders sein: Die Veranstalter geben bekannt, dass der Award in der Kategorie "bestes internationales Spiel" mit den schon länger etablierten Lara-Awards verschmolzen wird.

Für deren Verleihung war bislang der zu Gruner + Jahr gehörende Entertainment Media Verlag aus München zuständig, der unter anderem das Fachportal Gamesmarkt.de(öffnet im neuen Fenster) betreibt. Künftig ist er für die Preise verantwortlich, die an internationale Spiele vergeben werden. In der Jury sitzen Journalisten unter anderem der Medien Stern.de, Gamesmarkt und Gameshop sowie die Medienpädagogen, Medienwissenschaftler und Mitglieder des Deutschen Bundestages, die auch der Hauptjury des Deutschen Computerspielpreises angehören.
In Zukunft werden Lara-Awards für Produkte in den Kategorien "Bestes internationales Konsolenspiel", "Bestes internationales Computerspiel" und "Bestes internationales mobiles Spiel" ausgezeichnet. Neben den Auszeichnungen für die Spiele wird die "Lara of Honor" vergeben. Dieser Award geht an eine nationale oder internationale Persönlichkeit, die für die Geschichte der Computerspielebranche prägend war. Dieser Ehrenpreis wird durch Staatsminister Bernd Neumann übergeben. Die nächste Preisverleihung findet am 30. März 2011 im Münchner Haus der Kunst statt.


