Virtualisierung: Qemu 0.14 verwendet Spice
Qemu 0.14(öffnet im neuen Fenster) lässt sich mit dem integrierten Spice-Protokoll (Simple Protocol for Independent Computing Environments)(öffnet im neuen Fenster) jetzt auch für die Virtual-Desktop-Infrastructure (VDI) einsetzen. Das architekturunabhängige Spice-Protokoll wird über eine spezielle, paravirtualisierte Grafikkarte mit dem Namen qxl ausgegeben.
Das virtuelle Dateiformat Qcow2 wurde ebenfalls überarbeitet und soll mit Writeback-Caches für die Zugriffe aus Qemu heraus deutlich beschleunigt worden sein. Zudem sollen sich Schnappschüsse aus Qcow2-Abbildern klonen lassen. Qemu 0.14 verwendet darüber hinaus ein neues Abbildformat mit dem Namen Qed (Qemu Enhanced Disk), das zwar weniger Funktionen bietet als Qcow2, aber dafür deutlich schnellere Zugriffe ermöglicht und für bessere Datenintegrität sorgt. Nebenbei wurde auch ein Treiber für das verteilte Dateisystem Ceph eingebunden.
Qemu kann Klänge über einen neuen HD-Audio-Treiber ausgeben. Qemu bringt auch die entsprechenden Codecs mit, die auch die Aufnahme über das Gerät zulassen. Zudem erhält die virtuelle Maschine auch die Unterstützung für MSI/MSI-X (Message Signaled Interrupts). Der neue ICH-9-AHCI-Controller gilt laut den Entwicklern noch nicht als stabil.
Der USB-Controller wurde ebenfalls überarbeitet und soll beschleunigt worden sein. Zwar soll die Unterstützung für USB 2.0 unmittelbar bevorstehen, allerdings wurde das Protokoll in dieser Version noch nicht integriert. Darüber hinaus wurden die Virtio-Geräte verbessert, darunter Virtio-Net und die für PCI-Express-Anschlüsse.
Der Quellcode der aktuellen Version steht auf den Servern des Projekts zum Download zur Verfügung(öffnet im neuen Fenster). Qemu steht unter der GPL.
- Anzeige Hier geht es zu Linux: Das umfassende Handbuch bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.