ISSCC

Bulldozer mit 3,5 GHz, Power mit 5,2 GHz, China mit Octocore

In San Francisco stellt die Prozessorbranche derzeit auf der International Solid-State Circuits Conference ihre neuen Produkte vor. Am Gigahertzrennen beteiligt sich nur noch IBM, andere Unternehmen setzen auf neue Architekturen oder mehr Kerne.

Artikel veröffentlicht am ,
ISSCC: Bulldozer mit 3,5 GHz, Power mit 5,2 GHz, China mit Octocore

"Wir machen den letzten High-End-Prozessor, bei dem noch die Frequenzen nach oben getrieben werden", sagte ein IBM-Entwickler der EEtimes. Das Unternehmen hatte zuvor auf der ISSCC eine neue Version seines Power z196 vorgestellt. Der Prozessor mit Power-7-Architektur kommt auf 5,2 GHz statt 4,1 GHz wie zu Anfang - dafür hat auch eines der CPU-Module mit acht Kernen eine Leistungsaufnahme von 260 Watt. Bis zu sechs können in einem System verbaut werden.

Stellenmarkt
  1. Junior Network Engineer - Firewall (m/w/d)
    STRABAG BRVZ GMBH & CO.KG, Köln, Stuttgart
  2. Senior Software Entwickler / Technischer Projektleiter (w/m/d)
    EURO-LOG AG, Hallbergmoos
Detailsuche

Auf vergleichsweise geringe 1,05 GHz kommt der Godson-3B der staatlichen chinesischen Forschungseinrichtungen ICT und CAS. Er besteht jedoch schon aus acht Kernen und wird bei ST Micro mit 65-Nanometer-Technik hergestellt. Der Prozessor, der auf einer inzwischen lizenzierten MIPS-Architektur basiert, soll noch 2011 in einem neuen chinesischen Supercomputer eingesetzt werden.

Schon jetzt hat China den schnellsten Supercomputer der Welt. Das System Tianhe-1A besteht aus Xeon-Prozessoren und Nvidia-GPUs. Langfristig will sich China aber von westlichen Zulieferern unabhängig machen. In zwei Jahren rechnen die Godson-Entwickler laut der EEtimes mit einem Petaflops-Rechner mit landeseigenen Prozessoren. Der nächste Schritt soll in rund zwei Jahren der Godson-3C mit 2 GHz, 16 Kernen und 28-Nanometer-Fertigung sein.

Kleiner Kern bei Bulldozer

Mit PC-üblichen Taktfrequenzen soll AMDs nächste Architektur Bulldozer arbeiten. Wie das Unternehmen nun auf der ISSCC bestätigt hat, sollen die Kerne 3,5 GHz erreichen. Ob dabei schon die erweiterten Turbo-Core-Funktionen von Bulldozer eingerechnet sind, ist jedoch nicht bekannt. Der EEtimes zufolge soll ein einzelner Bulldozer-Kern 30,9 Quadratmillimeter groß sein und bei 0,8 bis 1,3 Volt arbeiten. Die Leistungsaufnahme soll nicht über der bisheriger Prozessoren liegen, von höchstens 125 Watt für Desktop-CPUs ist also wohl auszugehen.

Golem Karrierewelt
  1. C++ Programmierung Grundlagen (keine Vorkenntnisse benötigt): virtueller Drei-Tage-Workshop
    01.-03.08.2022, virtuell
  2. Adobe Premiere Pro Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    14./15.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Von AMD selbst gibt es bereits einige weitere Details zu Bulldozer. So soll der bei Bulldozer bis zu 8 MByte große L3-Cache recht sparsam sein, AMD nennt dafür eine Funktion namens "Column-Select Aliasing". Wie sie genau funktioniert, darf der Chiphersteller vor dem Vortrag nicht sagen, das ist eine der strengen Regeln der ISSCC.

Daher sind auch die Präsentationen selbst noch nicht veröffentlicht worden. Eine Ausnahme macht hier stets Intel, welche diesmal die Folien zum nächsten Itanium 'Poulson' kurz nach dem Vortrag zur Verfügung stellten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


irata 26. Feb 2011

Stimmt, aber bei der gleichen Architektur ein guter Indikator für die Leistung.

fish12345 23. Feb 2011

Gibt es denn schon Informationen welche Modelle AMD mit der Bulldozer-Architektur...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
US-Streaming
Abonnenten immer unzufriedener mit Netflix

Wenn Netflix-Abonnenten das Abo kündigen, wird vor allem der hohe Preis sowie ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis als Grund dafür genannt.

US-Streaming: Abonnenten immer unzufriedener mit Netflix
Artikel
  1. Elektro-SUV: Drako Dragon soll Teslas Model X Plaid deutlich übertreffen
    Elektro-SUV
    Drako Dragon soll Teslas Model X Plaid deutlich übertreffen

    Das Elektroauto Drako Dragon soll mit seinen vier Motoren eine Leistung von 1.470 kW entwickeln und 320 km/h Spitze fahren.

  2. Discovery+: Neues Streamingabo in Deutschland verfügbar
    Discovery+
    Neues Streamingabo in Deutschland verfügbar

    Während etwa Netflix oder Disney werbefinanzierte Varianten ihrer Abos planen, startet Discovery+ gleich mit einem solchen Dienst.

  3. Machine Learning: Die eigene Stimme als TTS-Modell
    Machine Learning
    Die eigene Stimme als TTS-Modell

    Mit Machine Learning kann man ein lokal lauffähiges und hochwertiges TTS-Modell der eigenen Stimme herstellen. Dauert das lange? Ja. Braucht man das? Nein. Ist das absolut nerdig? Definitv!
    Eine Anleitung von Thorsten Müller

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MSI RTX 3080 Ti Ventus 3X 12G OC 1.049€ • Alternate (u. a. Corsair Vengeance LPX 32 GB DDR4-3600 106,89€) • be quiet! Pure Rock 2 26,99€ • SanDisk microSDXC 400 GB 29€ • The Quarry + PS5-Controller 99,99€ • Samsung Galaxy Watch 3 119€ • Top-PC mit Ryzen 7 & RTX 3070 Ti 1.700€ [Werbung]
    •  /