Magsafe

Apples Kabel für Light Peak

In den USA hat Apple ein Patent für ein aufgewertetes Magsafe-Stromkabel beantragt. Darüber könnte dann auch eine optische Datenverbindung aufgebaut werden. So würden der Verkabelungsaufwand und die Gefahr von Stolperfallen reduziert.

Artikel veröffentlicht am ,
Intels Light-Peak-Prototyp mit zwei Glasfasern
Intels Light-Peak-Prototyp mit zwei Glasfasern

Über das Stromanschlusskabel Magsafe von Apple könnten künftig auch Daten fließen. Das sieht ein Patentantrag in den USA vor. Apple beschreibt darin zusätzlich Datenverbindungen über Glasfaser, die zusammen mit der Stromversorgung über das gleiche Kabel zum Rechner laufen. Zuletzt waren Spekulationen aufgekommen, dass Apple Intels Light Peak bereits in der neuen Macbook-Pro-Generation einsetzen wird, die für Ende Februar 2011 erwartet wird.

Herkömmliche Peripheriegeräte für Macbooks werden bislang über USB, LAN, Video- und Displayport versorgt. Und so schnell sind auch keine Geräte zu erwarten, die eine optische Schnittstelle besitzen. Deshalb schlägt Apple in dem Patent eine zusätzliche Adapterbox vor. Sie wandelt die elektrischen Signale der unterschiedlichen Quellen in ein optisches um, das dann über die Glasfaser im Magsafe-Kabel zum Rechner transportiert wird. Das ist jedoch nur für den stationären Betrieb praktikabel und würde Notebookbesitzer dazu zwingen, zusätzliche Hardware mitzuführen.

Der Magsafe-Anschluss wird wie bislang durch einen Magneten mit dem Computer verbunden. Stürzt jemand über das Kabel, wird die Verbindung sofort getrennt, so dass kostspielige Notebookstürze vermieden werden.

Derzeit sind zwar die Netzteile von Apples Notebooks über den Magnetverschluss lose mit dem Rechner verbunden. Sobald aber stolpergefährliche Netzwerk-, Display- und USB-Kabel dazukommen, geht der Nutzen der Sicherheitskonstruktion für das Netzteil verloren.

Die Idee erinnert an Intels Light Peak. Diese Universalschnittstelle soll künftig auch eine optische Datenübertragungstechnik beinhalten. Der Vorteil der Technik liegt vor allem darin, mehrere Protokolle über eine Glasfaserverbindung laufen zu lassen. So könnte beispielsweise ein einziger Light-Peak-Hub auf dem Schreibtisch alle Geräte vom Monitor bis zur externen Festplatte über eine Leitung mit dem PC verknüpfen. Allerdings gibt es Vermutungen, dass Intel die optische Übertragung in Light-Peak-Kabeln vorerst auf Eis gelegt hat und erst einmal auf Kupferkabel setzt.

Apples Patentanträge müssen nicht zwangsweise in Produkten münden. Ob die für die neue Macbook-Generation erwartete Light-Peak-Schnittstelle im Magsafe-Kabel integriert wird, ist nicht bekannt. Der Branchendienst Cnet hatte berichtet, dass Apple plant, Light Peak bald unter einem eigenen Namen einzusetzen. Diese Technik erlaubt erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten zwischen dem Rechner und Peripheriegeräten als USB 3.0. Man geht von 10 GBit/s brutto in beide Richtungen aus.

Das Antragsdokument stammt vom Oktober 2010, wurde aber erst Mitte Februar 2011 unter der Nummer 20110038582 veröffentlicht.

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antares 22. Feb 2011

klar. Apple hat das zu kurze Kabel erfunden. Das war genauso innovativ wie die Mighty...

Saph 22. Feb 2011

Nein. Ein Patent für ein Glasfaserkabel mit Magnetverbindung, das auch Strom übertragen...

Tantalus 22. Feb 2011

Sieh es so: Das Magsafe ist wie ein Sicherheitsgurt. Er schützt Dich bei vielen...

Yeeeeeeeeha 22. Feb 2011

Per Induktion? Also per Funk? ;)) Wäre auf jeden Fall auch eine Option, auf ein paar mm...



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