Blackout

Libyens Regierung unterbricht Internetversorgung erneut

Trotz erneuter Internetabschaltung und Terror durch Sicherheitskräfte weiten sich die Proteste in Libyen aus. Auch Telefonverbindungen sind weitgehend blockiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Messungen von Arbor (Grafik: Arbor)
Messungen von Arbor (Grafik: Arbor)

Laut Angaben des Monitoring-Unternehmens Arbor Networks ist die Internetversorgung in Libyen seit Samstag erneut weitgehend blockiert worden. Arbor Networks wertet Daten von 110 Internet Service Providern aus. Auch die Telefonverbindungen sind laut Medienberichten weitgehend unterbrochen. Die offizielle Website der libyschen Regierung ist derzeit nicht erreichbar.

Stellenmarkt
  1. Microsoft 365 IT-Administrator (all genders)
    Fusion Consulting (Germany) GmbH, Mainz
  2. IT-Netzwerkspezialist/-in (m/w/d)
    Bayerisches Landesamt für Steuern, München, Nürnberg
Detailsuche

Die libysche Regierung hatte in der Nacht zum Samstag die Internetverbindung des Landes bereits einmal abschalten lassen. Die Blockade erfolgte um 01:18 Uhr Ortszeit am 19. Februar 2011. Um 08:01 Uhr Ortszeit sei die Verbindung schrittweise wiederhergestellt worden, erklärte James Cowie von Renesys im Blog des Unternehmens.

Craig Labovitz von Arbor Networks berichtete im Blog des Unternehmens: "Insgesamt zeigen unsere Daten während der letzten Woche ausgeprägte Veränderungen des Internetdatenverkehrs in zwei Ländern des Nahen Ostens: Bahrain und Libyen. Während Netzwerkausfälle oder andere exogene Ereignisse eine Rolle bei dem verringerten Datenverkehrsaufkommen spielen können, beobachten wir, dass die Veränderungen in Bahrain und Libyen zeitlich mit dem Beginn der jüngsten Proteste zusammenfallen."

Libyens Internetversorgung hängt im Wesentlichen von dem Telekommunikationskonzern Libya Telecom & Technology ab. Aufsichtsratschef Muhammad al-Gaddafi ist der älteste Sohn des Machthabers Muammar al-Gaddafi. Das Unternehmen bietet Internetzugänge per Dial-up, DSL, Wimax, Satellit und FTTH (Fiber To The Home).

Golem Akademie
  1. Kotlin für Java-Entwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    14.–15. Oktober 2021, Virtuell
  2. SAMBA Datei- und Domänendienste einrichten: virtueller Drei-Tage-Workshop
    7.–9. März 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Ausländische Medien sind in Libyen nicht zugelassen, weshalb die Berichterstattung sehr schwierig ist. Dem Nachrichtensender Al-Jazeera berichtete eine Anruferin, Scharfschützen schössen von den Hausdächern auf die demonstrierenden Menschen. Überall auf den Straßen lägen Tote. Nach unbestätigten Berichten wurden mindestens 200 Menschen getötet, doch die Proteste breiten sich weiter aus. Einige Städte sollen nach Angaben der Opposition ganz oder teilweise in der Hand der Massenbewegung sein.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


schuetteldenkopf 24. Feb 2011

Ist das Beweis dafür, dass zu viel egoshootern die Kinder abstumpfen lässt?

Peer Sönlich 22. Feb 2011

Umgekehrt wird ein Schuh draus :) Nicht die Despoten werden relativiert, sondern die...

michiw 21. Feb 2011

https://forum.golem.de/kommentare/politik-recht/blackout-libyens-regierung-unterbricht...

Robert0 21. Feb 2011

Hi, wenn das in Libyen so läuft, wie in Ägypten, dann haben die doch eigentlich nur mit...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Ada & Zangemann
Das IT-Märchen, das wir brauchen

Das frisch erschienen Märchenbuch Ada & Zangemann erklärt, was Software-Freiheit ist. Eine schöne Grundlage, um Kinder - aber auch Erwachsene - an IT-Probleme und das Basteln heranzuführen.
Eine Rezension von Sebastian Grüner

Ada & Zangemann: Das IT-Märchen, das wir brauchen
Artikel
  1. Koalitionsvertrag: Berlin setzt auf Open Source
    Koalitionsvertrag
    Berlin setzt auf Open Source

    Die neue Berliner Landesregierung hält Open Source für "unverzichtbar". Offener Code soll priorisiert und OSS-Communitys gefördert werden.

  2. TTDSG: Neue Cookie-Regelung in Kraft getreten
    TTDSG
    Neue Cookie-Regelung in Kraft getreten

    Mit jahrelanger Verspätung macht Deutschland die Cookie-Einwilligung zur Pflicht. Die Verordnung zu Einwilligungsdiensten lässt noch auf sich warten.

  3. Prozessoren: Intel lagert zehn Jahre alte Hardware in geheimem Lagerhaus
    Prozessoren
    Intel lagert zehn Jahre alte Hardware in geheimem Lagerhaus

    Tausende ältere CPUs und andere Hardware lagern bei Intel in einem Lagerhaus in Costa Rica. Damit lassen sich Probleme exakt nachstellen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Last Minute Angebote bei Amazon • Crucial-RAM zu Bestpreisen (u. a. 16GB Kit DDR4-3600 73,99€) • HP 27" FHD 165Hz 199,90€ • Razer Iskur X Gaming-Stuhl 239,99€ • Adventskalender bei MM/Saturn (u. a. Surface Pro 7+ 849€) • Alternate (u. a. Adata 1TB PCIe-4.0-SSD für 129,90€) [Werbung]
    •  /