Zum Hauptinhalt Zur Navigation

HP Touchpad angeschaut: WebOS-Tablet für Geduldige

MWC2011
HP hat das Tablet Touchpad mit WebOS 3.0 auf dem Mobile World Congress 2011 in Barcelona gezeigt. Auch mit Dual-Core-Prozessor dauert der Start von WebOS-Applikationen viel zu lange.
/ Ingo Pakalski
35 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
HP Touchpad
HP Touchpad

Mit dem für Tablets optimierten WebOS 3.0 sind einige Funktionen anders als noch in WebOS für Smartphones implementiert worden. So werden Benachrichtigungen nicht mehr am unteren Bildschirmrand eingeblendet, sondern sind über die Statusleiste am oberen Bildrand erreichbar.

HP Touchpad – Angeschaut auf dem Mobile World Congress 2011
HP Touchpad – Angeschaut auf dem Mobile World Congress 2011 (01:36)

Zudem wurde die E-Mail-Applikation verändert, die nun aus drei Bereichen besteht. Ein Bereich zeigt die verschiedenen Konten mit den darin enthaltenen Verzeichnissen. Der zweite Bereich zeigt den Inhalt eines E-Mail-Ordners und der dritte Bereich die E-Mail. Dadurch kann der Anwender schnell zwischen den einzelnen Verzeichnissen und Konten wechseln. Bei Bedarf lassen sich einzelne Bereiche ausblenden, um den E-Mail-Text etwa im Vollbildmodus zu lesen.

Die Fotosoftware wurde ebenfalls an das größere Tabletdisplay angepasst und ermöglicht den bequemen Zugriff auf verschiedene Fotoverzeichnisse. Wie auch bei WebOS 2.0 lassen sich Programmkarten stapeln respektive gruppieren, teilweise erfolgt das automatisch. Damit soll der Nutzer einen besseren Überblick über die laufenden Applikationen erhalten. Der Anwender hat die Möglichkeit, Anwendungskarten beliebig zu gruppieren oder Gruppierungen wieder aufzulösen.

Das Touchpad hat keine Hardwaretastatur wie alle übrigen WebOS-Geräte. Eingaben erfolgen auf dem Tablet also über eine Bildschirmtastatur, die in vier Größen zur Verfügung steht. Falls der Nutzer von einer Applikation mehr sehen will und nur wenig zu tippen hat, kann er eine kleinere Tastatur verwenden. Ansonsten wählt er eine Version mit größeren Tasten.

URLs drahtlos mit einem WebOS-Smartphone austauschen

Im Zusammenspiel mit einem WebOS-Smartphone lassen sich URLs zwischen Tablet und Mobiltelefon bequem austauschen. Dazu muss das Smartphone auf den Gestenbereich des Tablets gehalten werden. Eine im Tabletbrowser geöffnete URL wird dann im Smartphonebrowser geöffnet. Das funktioniert auch umgekehrt. Dazu müssen aber beide Geräte mit dem gleichen WebOS-Konto angemeldet und mit dem Internet verbunden sein.

Die Steuerung über den Gestenbereich wurde für WebOS 3.0 nahezu komplett entfernt. Anders als bei den WebOS-Smartphones gibt es keine Zurück- oder Vorwärtsgesten mehr. Dafür wurden die Anwendungen angepasst und entsprechende Zurück- und Vorwärtsknöpfe in die Oberfläche integriert, wie etwa beim Browser.

Im Touchpad steckt ein Dual-Core-Prozessor mit einer Taktrate von 1,2 GHz und der Arbeitsspeicher ist mit 1 GByte vergleichsweise riesig. Dennoch dauert der Start von WebOS-Applikationen noch immer viel zu lange: Der Start der Messagingapplikationen zum Lesen einer SMS dauerte bei der Demo mehr als fünf Sekunden. Aber auch bei den anderen WebOS-Applikationen wurden für WebOS typische Wartezeiten beim Programmstart bemerkt. Der Wechsel zwischen laufenden Applikationen erfolgt dafür sehr schnell.

Das Tablet wird über den 10 Zoll großen Touchscreen gesteuert, der eine Auflösung von 1.024 x 768 Pixeln hat. Das Touchpad wird es wahlweise mit 16 oder 32 GByte geben. Einen Kartensteckplatz hat auch dieses WebOS-Gerät nicht. Das Tablet gibt es wahlweise mit oder ohne Mobilfunktechnik. In jedem Fall sind WLAN nach 802.11 b/g/n sowie Bluetooth 2.1+EDR vorhanden. Die induktive Akkuladetechnik Touchstone wird auch vom Tablet unterstützt. Dafür gibt es eine spezielle Touchstone-Halterung. Ob diese zum Lieferumfang des Tablets gehört oder wie bei den bisherigen WebOS-Smartphones als Zubehör erworben werden muss, ist nicht bekannt.

Im Sommer 2011 will HP das Touchpad(öffnet im neuen Fenster) auf den Markt bringen. Was das Tablet kosten wird, wollte HP Golem.de nicht verraten. Es ist auch nicht bekannt, welche Ausführungen des Geräts hierzulande auf den Markt kommen.


Relevante Themen