Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Chrome 10 Beta: 66 Prozent schneller und mit verlinkbaren Einstellungen

Google hat eine Betaversion seines Browsers Chrome 10 veröffentlicht. Diese enthält unter dem Namen Crankshaft entwickelte Optimierungen, die für einen Geschwindigkeitssprung sorgen. Zudem erhält jede Einstellung im Browser eine eigene URL.
/ Jens Ihlenfeld
128 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Rund 66 Prozent schneller als Chrome 9 ist die Betaversion von Chrome 10 in Googles eigenem Benchmark V8. Möglich machen das einige als Crankshaft bezeichnete Optimierungen der Javascript-Engine V8, die sich besonders auf rechenintensive Applikationen auswirken sollen.

Google zeigt das neue Einstellungsmenü in Chrome 10
Google zeigt das neue Einstellungsmenü in Chrome 10 (02:03)

Die vier Crankshaft-Komponenten sorgen für eine adaptive Kompilierung, so dass häufig ausgeführte Codeteile besonders aggressiv optimiert werden. Zunächst wird sämtlicher Code mit dem Basis-Compiler besonders schnell übersetzt, ohne dass dabei größere Optimierungen vorgenommen werden. Im Vergleich zum V8-Compiler, der in Chrome 9 zum Einsatz kommt, soll Crankshafts Basis-Compiler etwa doppelt so schnell sein und etwa 30 Prozent weniger Code erzeugen.

Ergänzt wird dieser Basis-Compiler durch einen Runtime-Profiler, der die Ausführung überwacht, um besonders häufig genutzte Codeteile zu identifizieren. Ist das der Fall, springt ein "optimierender Compiler" ein, der den Code erneut übersetzt und weitgehende Optimierungen vornimmt (static single assignment(öffnet im neuen Fenster), loop-invariant code motion(öffnet im neuen Fenster), linear-scan register allocation(öffnet im neuen Fenster) und inlining(öffnet im neuen Fenster)). Sollten die Optimierungen zu weit gehen, greift eine Deoptimierung. Dabei kommt dann wieder der vom Basis-Compiler erzeugte Code zum Einsatz.

So ist die Beta 10 laut Google im V8-Benchmark rund 66 Prozent schneller als Chrome 9. In anderen Benchmarks macht sich Crankshaft nicht so deutlich bemerkbar.

Darüber hinaus enthält die Chrome 10 Beta eine erste Implementierung einer GPU-beschleunigten Videowiedergabe. Das soll die CPU-Last bei der Wiedergabe von HTML5-Videos um bis zu 80 Prozent reduzieren, vor allem in der Vollbilddarstellung.

Große Veränderungen gibt es auch bei den Browsereinstellungen: Jede einzelne Einstellung verfügt in der Chrome 10 Beta über eine eigene URL, so dass sie direkt angesteuert werden kann. Zudem wurden die Einstellungen mit der Suche verknüpft, so dass sie in den Suchergebnissen auftauchen. Auch die Optik der Einstellungen wurde überarbeitet. Sie werden nun in einem Tab und nicht mehr in einem neuen Fenster geöffnet.

Passwörter kann Chrome in der neuen Version über mehrere Computer synchronisieren(öffnet im neuen Fenster). Dabei können die Daten optional mit einem eigenen Passwort verschlüsselt werden.

Die Chrome 10 Beta steht wie üblich über den Chrome-Beta-Channel(öffnet im neuen Fenster) zum Download bereit. Eine stabile Version soll in den kommenden Wochen folgen.


Relevante Themen