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Keine GPLv3-Software für den App Store (Update)

Laut Lizenzbestimmungen darf in Microsofts Market Place keine unter der GPLv3 lizenzierte Software für Windows Phone 7 oder Xbox angeboten werden. Das Verbot könnte auch für Microsofts eigene MS-Public-License gelten.

Artikel veröffentlicht am ,
Microsoft: Keine GPLv3-Software für den App Store (Update)

Wer Apps im Microsoft Market Place anbieten will, muss zunächst das sogenannte Application Provider Agreement durchlesen und unterzeichnen. Darin steht unter Abschnitt 5e: "Die Anwendung darf keine Software, Dokumentation oder andere Inhalte mitbringen, die teilweise oder ganz unter einer ausgeschlossenen Lizenz stehen."

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Zu den "ausgeschlossenen Lizenzen" zählt Microsoft unter Punkt 1l die GPLv3, die GNU Affero General Public License in Version 3 sowie die GNU Lesser General Public License in Version 3.

Damit dürfen beispielsweise Qt-basierte Anwendungen auf mobilen Geräten mit Windows Phone 7 nur dann verwendet werden, wenn sie unter der von Nokia angebotenen Qt Commercial Developer License stehen, die Nokia kostenpflichtig anbietet.

Laut Application Provider Agreement sind alle Lizenzen verboten, die die Weitergabe des Quellcodes, mögliche Veränderungen am Quellcode und die kostenlose Weitergabe der Software erzwingen.

Darunter fallen allerdings auch weitere Copyleft-Lizenzen, etwa die Eclipse Public License oder die Mozilla Public License. Aber selbst die Microsoft-eigene, eher unbekannte Reciprocal-Lizenz, die vom Open Source Institute anerkannt wird, verstößt gegen die Lizenzbestimmungen des Application Provider Agreement.

Ein weiteres Projekt, das unter Umständen von dem Verbot betroffen ist, ist Mono, das eine freie Variante der .Net-Umgebung nachbildet. Mono steht unter der LGPLv2 sowie unter der GPLv2 und der MIT-Lizenz, die zwar in den Microsoft-Lizenzbestimmungen nicht explizit erwähnt werden, aber gegen das Verbot der erzwungenen kostenlosen Weitergabe verstoßen, die alle drei Lizenzen explizit erlauben.

Microsoft hat in den vergangenen Jahren Anstrengungen unternommen, sich mit der Open-Source-Gemeinde zu versöhnen. Offensichtlich ist das noch nicht bei allen in dem Redmonder Konzern angekommen. Sollte das Qt-Framework auf die von Nokia künftig bevorzugte Plattform Windows Phone 7 portiert werden, müssten die Entwickler beim finnischen Konzern Lizenzgebühren zahlen, um ihre Apps im Market Place anzubieten. Ein weiterer Schlag für Qt-Entwickler.

Ob Microsoft bewusst ist, welche Einschränkungen es den Entwicklern mit den Lizenzbestimmungen auferlegt, lässt sich gegenwärtig nicht sagen, eine Antwort des Konzerns blieb bislang aus. Selbst Apples Bestimmungen für seinen App Store sind diesbezüglich moderater.

Update vom 18. Februar 2011, 14:00 Uhr

Microsoft hat bestätigt, dass permissive Lizenzen wie die BSD-, MIT-Lizenz sowie die Apache Software License 2.0 und auch die Microsoft Public License nicht im Market Place verboten sind. Zu den weiteren reziproken Lizenzen, etwa der Microsoft Reciprocal Lizenz konnte Microsoft bislang keine eindeutigen Angaben machen.



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PaytimeAT 18. Aug 2013

Und wir wollen kein Linux und GPL

PaytimeAT 18. Aug 2013

Würdest bloß dieses "M$" lassen, dann würden die wenigstens vielleicht ein paar User...

book 18. Feb 2011

Soso. Erklär doch mal.

Anonymer Nutzer 18. Feb 2011

was haben die Synap... mit der Brille zu tun? ...arrrggg ;) Da bin ich aber im ersten...

Anonymer Nutzer 18. Feb 2011

kT


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